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NRW · Drs. 18/19014 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 28.04.2026

Die staatliche Neutralität muss gewahrt bleiben: Die Vergabe steuerfinanzierter Fördermittel an NGOs endlich transparent machen!

DemokratieTransparenzZivilgesellschaft
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der Antrag fordert ein öffentliches Förderregister, klare Neutralitätsregeln für NGOs und ein projektbezogenes Prüfverfahren, um staatliche Förderung vor parteipolitischer Instrumentalisierung zu schützen.

Kernforderungen
  • Digitales Förderregister ab 10.000 €
  • Verbot von Wahlaufrufen und parteibezogener Kampagnen
  • Projektbezogenes Neutralitätsprüfverfahren
  • Schutz ehrenamtlicher Strukturen vor Bürokratie
3.0/10
Überarbeiten
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag fokussiert stark auf Rechtsstaatlichkeit und Transparenz (Wert 1 & 5), besonders in den Feldern D5 (Transparenz & Mitbestimmung → Bürger:innen) und B2 (Finanzpartner:innen → Steuerzahler:innen). Er verankert Subsidiarität als Prinzip (C3), was Solidarität stützt. Allerdings vernachlässigt er systematisch ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde im Sinne von Teilhabe, Inklusion oder Schutz vulnerabler Gruppen. Kritisch ist die einseitige Fokussierung auf 'politische Kampagnen' ohne differenzierte Wertschätzung zivilgesellschaftlicher Demokratiearbeit – dies führt zu einer faktischen Diskriminierung von Organisationen, die sich gegen Rechtsextremismus, für Klimagerechtigkeit oder für Kinderrechte engagieren, was in Feld E4 (Staat, Gesellschaft und Natur → Zukunft) als −− bewertet wird.

Was bedeutet das?

Rote Ampel. Dieser Antrag widerspricht zentralen Gemeinwohl-Werten: Er schwächt insgesamt mehr Werte als er stärkt. Die Note (3.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je niedriger, desto kritischer.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/19014 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 3.0 von 10 (Überarbeiten), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Klare Fokussierung auf staatliche Verantwortung; Schutz kleiner Vereine vor Überregulierung

Schwächster Wert — Schwächen

Ignoranz gegenüber gemeinwohlorientierter NGO-Arbeit; Fehlender Bezug zu ökologischer Nachhaltigkeit

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: C5B2
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
++
C · Verwaltung
+
D · Bürger:innen
+
++
E · Gesellschaft & Natur
−−
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
  • AfD: Wer sonst. — gültig seit 2022-05-15, 68 S.
Diese Bewertung wurde am 28.05.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 7/10

Der Antrag korrespondiert mit CDUs Subsidiaritätsverständnis (S. 80–81), ihrem Fokus auf bürokratiearme Verwaltung (S. 8, 83) und dem Ziel, Vereine zu entlasten (S. 81). Er widerspricht jedoch nicht explizit CDU-Positionen zur Kultur- oder Demokratieförderung, bleibt aber hinter deren aktiver Förderlogik zurück.

„Machen, worauf es ankommt ● Ehrenamt zum Staatsziel in der Landesverfassung machen ● Noch mehr Orte der Begegnung schaffen ● Zusammenarbeit von Verwaltung und Vereinen neu denken"
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 80 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Der Antrag entspricht dem CDU-Grundsatzprogramm zur Subsidiarität (S. 5, 18), zum starken, aber begrenzten Staat (S. 5) und zur Verantwortung für das Gemeinwesen (S. 13). Er vermeidet ideologische Vorverurteilung und betont Rechtsstaatlichkeit — im Einklang mit dem christlich-demokratischen Menschenbild.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD
Wahlprogramm 2/10

Der Antrag widerspricht zentralen SPD-Prioritäten: Er unterstellt parteipolitische Instrumentalisierung statt zu fördern, was die SPD als 'Demokratieförderung' und 'soziale Infrastruktur' versteht. Kein Bezug zu Chancengleichheit, Kinderarmut oder sozialer Gerechtigkeit. Die SPD fordert aktiv staatliche Unterstützung für Zivilgesellschaft — nicht ihre Verdächtigung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 1/10

Der Antrag steht im Widerspruch zum Hamburger Programm: Er reduziert Solidarität auf formale Neutralität statt auf aktive Teilhabe (S. 35), ignoriert die Rolle der Zivilgesellschaft für einen 'vorsorgenden Sozialstaat' und lehnt die SPD-Verständnis von Demokratie als 'andauernde Aufgabe' ab.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 1/10

Der Antrag widerspricht grundsätzlich dem Grünen Wahlprogramm: Er untergräbt die Förderung von Demokratie, Extremismusprävention und Vielfalt (S. 89, 116–117), stellt Bürger:innenräte und Partizipation infrage und ignoriert die grüne Forderung nach 'lebendiger Demokratie' (S. 91). Die Betonung von 'Neutralität' gegen gesellschaftlichen Mehrwert widerspricht dem Kernprinzip 'Gemeinwohlorientierung'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Vollständiger Widerspruch: Das Grüne Grundsatzprogramm definiert Demokratie als angewiesen auf Zivilgesellschaft (S. 72), verlangt Schutz kritischer Stimmen (S. 72) und sieht öffentliche Förderung als notwendig für soziale Infrastrukturen (S. 35). Der Antrag entzieht dieser Logik die Grundlage.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 6/10

Der Antrag stimmt mit FDP-Positionen zu Bürokratieabbau (S. 8), Transparenz und Eigenverantwortung überein. Er verfehlt jedoch den FDP-Fokus auf digitale Lösungen ('volldigitale Verwaltung') und bleibt hinter der FDP-Forderung nach 'Marktentscheidung statt Verbote' zurück — hier wird staatliche Kontrolle ausgeweitet.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 5/10

Teilweise konsistent mit FDP-Grundsatzprogramm zu Freiheit und Rechtsstaat (S. 12), aber widerspricht der FDP-Position zur 'Eigenverantwortung': Indem er NGOs pauschal unter Neutralitätsverdacht stellt, untergräbt er die Freiheit zivilgesellschaftlicher Selbstorganisation — ein Kernwert der FDP.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag ist wörtlich aus dem AfD-Wahlprogramm ableitbar: Er greift die Forderung nach 'Medientransparenz', 'Lobbyregister' (S. 6, 18) und 'echter Vielfalt' (S. 18) auf, verbindet sie mit dem Prinzip 'Politiker müssen dem Volk dienen' (S. 6) und zielt auf 'Transparenz über Einflussnahmen' (S. 6).

„Treten Lobbyisten mit Abgeordneten oder Regierungsmitgliedern in Kontakt, halten wir es für zweckdienlich, diese Kontakte der Öffentlichkeit gegenüber durch ein Lobbyregister offenlegen, damit Einflussnahmen von Interessengruppen besser nachvollziehbar werden."
✓ verifiziert AfD NRW Wahlprogramm 2022, S. 6 · PDF öffnen
Parteiprogramm 10/10

Der Antrag spiegelt exakt das AfD-Grundsatzprogramm wider: 'Subventionen reduzieren und befristen' (S. 69), 'verdeckte Parteienfinanzierung' bekämpfen (S. 12), 'Staatliche Subventionen reduzieren' (S. 69) und 'Kultur und Kunst von Einflussnahme der Parteien befreien' (S. 48).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
Ein gemeinwohlorientiertes Prüfverfahren einzuführen, das Organisationen betrifft, die öffentlich geförderte Projekte durchführen, die unmittelbar auf den parteipolitischen Wettbewerb einwirken , und dabei explizit die Förderung von Demokratiebildung, Extremismusprävention und gesellschaftlicher Teilhabe ausklammert .

Stärkt Wert 'Solidarität' (D2) und 'Transparenz & Mitbestimmung' (C5), vermeidet pauschale Verdächtigung und entspricht GWÖ-Matrixfeldern D2 und C5.

Vorschlag 2 von 3
In allen Förderprogrammen verbindlich festzulegen, dass keine direkte oder indirekte Finanzierung von Wahlaufrufen, parteibezogenen Kampagnen oder organisatorischer Unterstützung von Wahlveranstaltungen erfolgen darf , jedoch die Förderung von politischer Bildung, Demokratieerfahrung und gesellschaftlicher Teilhabe ausdrücklich ausgenommen bleibt .

Beugt Missbrauch vor, ohne gemeinwohlorientierte Arbeit einzuschränken — stärkt 'Menschenwürde' (D1), 'Solidarität' (D2) und 'Transparenz' (C5).

Vorschlag 3 von 3
Das Register soll den Namen des Zuwendungsempfängers, die Höhe der Förderung, das Förderprogramm, den Förderzweck und die Projektbeschreibung beinhalten — Angaben zu Weiterleitungen an Dritte nur dann, wenn diese über 5.000 Euro pro Empfänger liegen und der Endempfänger identifizierbar ist .

Vermeidet unverhältnismäßige Transparenzlast für kleine Vereine (schützt 'Soziale Gerechtigkeit' B4), stärkt 'Transparenz & Mitbestimmung' (C5) ohne Bürokratieexzess.

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Abgelehnt MMP18-122 ↗
1/5 Fraktionen Ja · 4 Nein · 0 Enth.
Ja: AfD
Nein: CDU FDP GRÜNE SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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