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NRW · 18/19009 · Antrag · 18. · eingebracht 28.04.2026

Für mehr Verkehrssicherheit und leichteren Zugang zu Mobilität – Höchstgeschwindigkeit von Kleinkrafträdern und Leichtkraftfahrzeugen auf 60 km/h anheben

MobilitätVerkehrspolitikJugendKlimaschutz

Zusammenfassung

Die FDP-Fraktion beantragt die Anhebung der Höchstgeschwindigkeit für Kleinkrafträder und Leichtkraftfahrzeuge von 45 auf 60 km/h, um Verkehrssicherheit zu verbessern und Mobilität gerade für Jugendliche und im ländlichen Raum zu erleichtern.

Kernforderungen
  • Geschwindigkeitsanhebung als Sicherheitsmaßnahme
  • Kritik an EU-Richtlinien als Hemmnis
  • Forderung nach nationalen Spielräumen und Modellprojekten

maschinell erstellt · nicht geprüft

3.0/10
Überarbeiten
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Note und Empfehlung stammen von einem , das den Antrag an der Gemeinwohl-Matrix 2.0 misst — sie sind weder amtlich noch von der Gemeinwohl-Ökonomie geprüft. Grenzen der Bewertung

Der Antrag fokussiert ausschließlich auf technische und verkehrspolitische Optimierung einzelner Fahrzeugklassen, ohne Bezug zu Gemeinwohl-Dimensionen wie soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit oder Mitbestimmung. Er ignoriert die systemischen Risiken von motorisiertem Individualverkehr (Lärm, Emissionen, Flächenverbrauch) und verfehlt den GWÖ-Anspruch, Mobilität als Teil der Daseinsvorsorge für alle zu gestalten. Ein gravierender Widerspruch liegt in Feld E3 — Verantwortung für ökologische Auswirkungen (ökologische Nachhaltigkeit über Grenzen hinaus): Die Förderung schnellerer Kleinkrafträder verstärkt fossile Abhängigkeit und Klimabelastung, ohne Elektroantrieb oder Kreislaufaspekte einzubeziehen. Auch Feld D4 — Soziale Gestaltung der öffentlichen Leistung (soziale öffentliche Leistung) bleibt unberührt — keine Verknüpfung mit ÖPNV-Ausbau, Barrierefreiheit oder sozialer Teilhabe.

Was bedeutet das?

Rote Ampel. Dieser Antrag widerspricht zentralen Gemeinwohl-Werten: Er schwächt insgesamt mehr Werte als er stärkt. Die Note (3.0 von 10) ist der — je niedriger, desto kritischer.

Die wichtigsten Fachbegriffe sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/19009 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 3.0 von 10 (Überarbeiten), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Trifft diese automatische Einschätzung zu?

Die Rückmeldung gilt der Bewertung auf dieser Seite, nicht dem Antrag. Das ist keine Abstimmung über den Antrag.

Stärkster Wert — Stärken

Technikorientierte Lösung für Mobilitätslücke im ländlichen Raum; Klare Argumentation zur Verkehrssicherheit

Schwächster Wert — Schwächen

Keine Berücksichtigung ökologischer Folgen; Ignoranz gegenüber Rad- und Fußverkehr als Alternativen

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: E3D4
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
○
○
○
○
○
B · Finanzen
○
○
○
○
○
C · Verwaltung
○
○
○
○
○
D · Bürger:innen
+
○
−
−
○
E · Gesellschaft & Natur
○
○
−−
○
○
++ stark fördernd + fördernd ○ neutral − widersprechend −− stark widersprechend
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 28.05.2026 mit dem Sprachmodell qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4 — Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 7/10

CDU befürwortet Mobilitätsvielfalt, technologieoffenen Verkehr und Infrastrukturausbau (S. 43–47), aber betont auch Sicherheit und Ausgewogenheit zwischen Verkehrsträgern. Der Antrag widerspricht nicht explizit, bleibt aber hinter CDU-Fokus auf ÖPNV-Ausbau und Seniorentickets zurück.

„Wir geben Rekordsummen für den Ausbau des ÖPNV – für Reaktivierungen, Elektrifizierung, mehr Züge, weniger Verspätungen, mehr Schnellbusverbindungen und On-Demand-Angebote."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 43 · PDF öffnen
Parteiprogramm 6/10

CDU-Grundsatzprogramm betont Subsidiarität und Verkehrsinfrastruktur für alle Träger (Q16), aber auch Schöpfungsverantwortung (Q19). Kein Widerspruch, aber keine aktive Förderung der Anhebung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD
Wahlprogramm 2/10

SPD setzt konsequent auf Verkehrswende mit Vorrang für ÖPNV, Rad und Fußverkehr sowie 365€-Ticket. Eine Geschwindigkeitsanhebung für motorisierte Kleinfahrzeuge widerspricht dem Ziel, Autoverkehr zu reduzieren und Klimaziele zu erreichen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Hamburger Programm verankert Nachhaltigkeit als Grundwert (2007) und fordert sozial-ökologische Transformation. Der Antrag verstärkt motorisierten Individualverkehr – fundamentaler Widerspruch.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 1/10

Grünes Wahlprogramm fordert klare Verkehrswende mit Vorrang für Fuß, Rad, ÖPNV (S. 18–20), Tempo 30 als Regel und Reduzierung des Autoverkehrs. Eine Geschwindigkeitsanhebung für Kleinkrafträder verstärkt motorisierten Verkehr und untergräbt das Ziel einer klimaneutralen Mobilität.

„Warum sollen wir uns auf nur ein Fortbewegungsmittel festlegen, wenn wir alle nutzen können? In Zukunft steht uns alles zur Verfügung, was uns bewegt."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 20 · PDF öffnen
Parteiprogramm 1/10

Grundsatzprogramm (2020) definiert Mobilität als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge (Q26) und verlangt Orientierung an menschlichen Bedürfnissen – nicht an Motorisierung. Der Antrag widerspricht grundlegend.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP Antragsteller:in
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag entspricht exakt dem FDP-Wahlprogramm: Technologieoffenheit, Bürokratieabbau, individuelle Freiheit, Eigenverantwortung und Modernisierung bestehender Regelungen. Er greift die Forderung nach innovativer Mobilität (S. 92–93) und Marktorientierung direkt auf.

„Wir setzen uns für eine weitere Reformierung des Personenbeförderungsgesetzes ein, um mehr Wettbewerb bei innovativen Beförderungsmöglichkeiten insbesondere auf dem Taxi-Markt zu schaffen."
✓ verifiziert FDP NRW Wahlprogramm 2022, S. 93 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

FDP-Grundsatzprogramm (2012) verankert Freiheit, Eigenverantwortung und technologische Innovation als Kernwerte (Q6, Q9). Der Antrag ist ein direkter Ausdruck dieser Prinzipien – kein Widerspruch, volle Übereinstimmung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 6/10

AfD betont nationale Souveränität und Kritik an EU-Regulierung (z.B. Richtlinien). Der Antrag thematisiert EU-Richtlinienkritik und fordert nationale Spielräume – partiell konsistent. Aber AfD priorisiert Sicherheit durch Stärkung der Polizei, nicht technische Fahrzeugregelungen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 6/10

AfD-Grundsatzprogramm (2016) betont nationale Souveränität und Kritik an EU-Bürokratie. Der Antrag passt in diese Linie, aber fehlt Bezug zu Kernthemen wie Migration oder Energie – daher nur mittlere Übereinstimmung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Diese Vorschläge hat ein erzeugt. Sie sind nicht im Parlament eingebracht worden. Im Vorschlagstext ist grün unterlegt, was neu hinzukäme, und durchgestrichen, was entfiele.

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3

Im Antrag steht

Eine Anhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung für Kleinkrafträder und Leichtfahrzeuge, etwa auf 60 km/h, schaffen.

Vorschlag

Eine Anhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung nur im Rahmen eines umfassenden Mobilitätskonzepts, das den Ausbau von Radwegen, ÖPNV-Taktverdichtung und sichere Umstiegspunkte (Mobilstationen) vorrangig vorsieht und die Geschwindigkeitsanhebung an strenge ökologische und sicherheitstechnische Auflagen knüpft.

Stellt Mobilität als Gemeinwohlleistung (D4 — Soziale Gestaltung der öffentlichen Leistung) und ökologische Verantwortung (E3 — Verantwortung für ökologische Auswirkungen) in den Mittelpunkt – korrigiert den einseitigen Fokus auf Motorisierung.

Vorschlag 2 von 3

Im Antrag steht

Der Landtag beauftragt die Landesregierung, sich auf Bundes- und EU-Ebene frühzeitig in die Diskussion über eine Anpassung der einschlägigen Regelungen einzubringen.

Vorschlag

Der Landtag beauftragt die Landesregierung, sich auf Bundes- und EU-Ebene für eine stärkere Förderung von emissionsfreien Kleinkrafträdern (Elektro-Scooter bis 60 km/h) einzusetzen und dabei die Einbindung in ein integriertes Mobilitätsnetz (Sharing, Mobilstationen, ÖPNV-Anbindung) sicherzustellen.

Verknüpft technische Anpassung mit ökologischer Nachhaltigkeit (E3 — Verantwortung für ökologische Auswirkungen) und sozialer Teilhabe (D4 — Soziale Gestaltung der öffentlichen Leistung) – entspricht GWÖ-Wertekreuz.

Vorschlag 3 von 3

Im Antrag steht

zu prüfen, inwieweit in Nordrhein-Westfalen Modellprojekte oder Ausnahmegenehmigungen ermöglicht werden können, um die verkehrssicherheitsrelevanten Auswirkungen einer Anhebung der Höchstgeschwindigkeit für Kleinkrafträder und Leichtfahrzeuge wissenschaftlich zu untersuchen.

Vorschlag

zu prüfen, inwieweit in Nordrhein-Westfalen Modellprojekte mit strengen Begleitmaßnahmen (z.B. obligatorische Fahrsicherheitstrainings, digitale Fahrtenschreiber zur Analyse, Integration in Mobilstationen) ermöglicht werden können, um die gesamtheitlichen Auswirkungen auf Verkehrssicherheit, Klimaschutz und soziale Teilhabe wissenschaftlich zu untersuchen.

Erweitert die Bewertungskriterien um GWÖ-Dimensionen (Solidarität, Ökologie, Transparenz) statt reiner Verkehrssicherheit.

Abstimmungsergebnis

Überwiesen MMP18-121 ↗

Die Listen darunter nennen Fraktionen, nicht Sitze oder Stimmen. Einen Balken zeigt diese Seite deshalb nicht: Er würde ein Mengenverhältnis nahelegen, das die Daten nicht hergeben — Sitz- und Stimmzahlen liegen nicht vor, das Plenarprotokoll nennt keine. Wie das Plenum entschieden hat, steht oben als Ergebnis: Überwiesen; wenige Fraktionen können die Mehrheit der Sitze auf sich vereinen.

Ja: AfD CDU FDP GRÜNE SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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