Zusammenfassung
Der Antrag fordert die strukturelle Verankerung und Vernetzung von Prävention und Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche in Nordrhein-Westfalen, mit besonderem Fokus auf benachteiligte Gruppen und der zentralen Steuerungsrolle des Öffentlichen Gesundheitsdienstes.
- Stärkung der koordinierenden Rolle des ÖGD
- Niedrigschwellige, lebensweltorientierte Gesundheitskompetenzvermittlung
- Partizipation von Kindern, Jugendlichen und Eltern
- Strategische Verzahnung bestehender Förderprogramme
- Fokus auf gesundheitliche Chancengerechtigkeit
Der Antrag stärkt systematisch die gesundheitliche Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche – ein Kernanliegen der GWÖ, besonders in den Feldern D1 (Menschenwürde durch Schutz vulnerabler Gruppen), D4 (soziale Gerechtigkeit durch präventive Daseinsvorsorge) und D5 (Transparenz & Mitbestimmung durch Partizipation von Kindern, Eltern und Fachkräften). Er verankert Prävention strukturell im ÖGD, fördert kommunale Koordination und zielt explizit auf benachteiligte Gruppen ab. Die Fokussierung auf Lebenswelten (Kitas, Schulen, Quartiere) entspricht der GWÖ-Logik der lokalen Verankerung und ökologischen Nachhaltigkeit (E3/E4). Kein gravierender Widerspruch zu GWÖ-Werten ist erkennbar.
Was bedeutet das?
Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (9.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.
Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.
Zitat-Satz: „Der Antrag 18/19005 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 9.0 von 10 (Uneingeschränkt unterstützen), Bewertungs-Sicherheit hoch."
Stärkster Wert — Stärken
Klare Fokussierung auf gesundheitliche Chancengerechtigkeit; Stärkung der kommunalen Steuerungsrolle des ÖGD
Schwächster Wert — Schwächen
Keine konkrete Finanzierungszusage; Keine Verankerung der GWÖ-Matrix als Bewertungsmaßstab
Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
Wahlprogramm 9/10
Der Antrag entspricht vollständig CDU-Kernpositionen zur Gesundheitsversorgung, Familienförderung und kommunalen Prävention. Er greift explizit das CDU-Wahlprogramm-Thema 'gesunde Lebenswelten' auf, stärkt die wohnortnahe Versorgung (Q4), setzt auf präventive Ansätze wie Childhood-Häuser und Kinderschutzambulanzen (Q2), und verankert die kommunale Ebene als zentralen Akteur – im Einklang mit dem CDU-Grundsatz der Subsidiarität (Q7).
Parteiprogramm 9/10
Der Antrag spiegelt das christlich-demokratische Menschenbild wider (Würde, Verantwortung, Schutz der Schwächsten) und stärkt den subsidiären Staat – nicht durch Zentralisierung, sondern durch Empowerment der Kommunen und des ÖGD. Er entspricht dem CDU-Grundsatzprogramm zu Gesundheitspolitik (Q6), Familienpolitik (Q8) und regionaler Verantwortung (Q7).
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 10/10
Der Antrag ist eine direkte Umsetzung grüner Kernforderungen: Chancengerechtigkeit als zentrales Ziel (Q11), Prävention als gesellschaftliche Aufgabe (Q14), Partizipation von Kindern und Jugendlichen (Q15), sowie regionale, vernetzte Gesundheitsförderung (Q18). Die Fokussierung auf sozioökonomische Ungleichheit, psychische Gesundheit und digitale Gesundheitskompetenz deckt sich exakt mit dem Wahlprogramm.
Parteiprogramm 10/10
Der Antrag verkörpert die grünen Grundsatzprogramm-Werte 'Gerechtigkeit', 'Demokratie' und 'Ökologie' in ihrer sozial-ökologischen Verknüpfung. Er setzt auf gesundheitsfördernde Lebenswelten (Q16), Kinderrechte und Partizipation (Q17), regionale Kreisläufe (Q18) und gleichwertige Lebensverhältnisse (Q19).
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 8/10
Der Antrag unterstützt SPD-Kernziele wie Armutsbekämpfung, Chancengleichheit und Stärkung des öffentlichen Dienstes. Er entspricht der SPD-Forderung nach gesundheitlicher Chancengerechtigkeit und der Ausgestaltung von Bildung als Schlüssel für soziale Teilhabe. Allerdings fehlt die explizite Verbindung zur Kindergrundsicherung oder zum Rechtsanspruch auf Ganztagsschule.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 8/10
Der Antrag steht im Einklang mit dem Hamburger Programm zu 'sozialer Gerechtigkeit', 'Vorsorgendem Sozialstaat' und 'Nachhaltigkeit'. Er realisiert den Gedanken der 'gerechten Verteilung' durch präventive Strukturpolitik und stärkt die 'Bildung als Schlüssel'.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 6/10
Der Antrag widerspricht nicht direkt FDP-Positionen, aber er betont staatliche Koordination und strukturelle Verankerung – was der FDP-Präferenz für Eigenverantwortung, Markt und Entbürokratisierung entgegensteht. Die FDP fordert Technologieoffenheit und Marktlösungen (z. B. Emissionshandel), nicht primär kommunale Steuerung. Dennoch wird Gesundheitskompetenz als Schlüsselkompetenz anerkannt.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 5/10
Der Antrag steht in Spannung zum FDP-Grundsatzprogramm, das 'individuelle Freiheit' und 'Eigenverantwortung' über staatliche Steuerung stellt. Die FDP würde Prävention eher durch Informationsfreiheit und digitale Selbsthilfe fördern als durch kommunale Lotsenfunktionen.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 2/10
Der Antrag widerspricht zentralen AfD-Positionen: Er setzt auf Migrationserfahrung ('internationale Wurzeln') als Ressource, nicht als Risiko; fördert interkulturelle Gesundheitskompetenz statt 'deutsche Leitkultur'; und verankert Prävention im öffentlichen Dienst statt in Familie und Verein. Die AfD lehnt 'Gesundheitsideologie' und staatliche Bevormundung ab.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 1/10
Der Antrag widerspricht fundamental dem AfD-Grundsatzprogramm, das 'nationale Souveränität', 'traditionelles Familienbild' und 'Kritik an Gender-Ideologie' betont. Die Fokussierung auf strukturelle Benachteiligung und partizipative Gesundheitsbildung wird als 'linksgrüne Ideologie' abgelehnt.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar
Stärkt die GWÖ-Werte Transparenz & Mitbestimmung (D5) und Solidarität (D2) durch klare Verbindlichkeit und breitere Partizipation.
Verstärkt den Fokus auf soziale Gerechtigkeit (D4) und Menschenwürde (D1) durch explizite Benennung vulnerabler Gruppen und Verankerung der GWÖ-Matrix als Bewertungsmaßstab.
Verankert die Gemeinwohl-Ökonomie operational als Steuerungsinstrument (C3) und schafft einen messbaren Rahmen für Chancengerechtigkeit (D4).
Abstimmungsergebnis
Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.
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