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NRW · Drs. 18/19001 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 28.04.2026

Das Ruhrgebiet nicht länger vertrösten – Versagen der Landesregierung bei der Ruhrkonferenz beenden

StrukturwandelRegionale EntwicklungHaushaltspolitikPartizipation
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Die SPD-Fraktion kritisiert das Versagen der CDU/Grünen-Landesregierung bei der Umsetzung der Ruhrkonferenz und fordert eine umfassende Neuausrichtung als verbindliches, transparentes und politisch aufgewertetes Zukunftsprojekt für das Ruhrgebiet.

Kernforderungen
  • Massives Haushaltsversagen bei der Ruhrkonferenz (nur 0,06 % Ausgabe 2024)
  • Fehlende strategische Steuerung und Priorisierung
  • Notwendigkeit einer organisatorischen und politischen Neuaufstellung
  • Forderung nach transparenter Bilanz und verbindlichem Zukunftskonzept
7.0/10
Unterstützen mit Änderungen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag setzt sich konsequent für soziale Gerechtigkeit (D4), ökologische Nachhaltigkeit (E3) und Transparenz & Mitbestimmung (D5/E5) ein, indem er eine verbindliche, partizipative und ressortübergreifende Strukturpolitik für das Ruhrgebiet fordert. Er berührt Menschenwürde (D1) durch Forderung nach gleichwertigen Lebensverhältnissen und Solidarität (D2) durch den Fokus auf regionale Kohäsion. Schwächen liegen in der fehlenden expliziten Verknüpfung mit Lieferketten (A-Gruppe) und Finanzpartner:innen (B-Gruppe) sowie in der Auslassung von konkreten gemeinwohlökonomischen Instrumenten wie Gemeinwohl-Bilanzierung oder Tariftreue bei Aufträgen.

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (7.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/19001 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 7.0 von 10 (Unterstützen mit Änderungen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Klare Datenbasis zur Haushaltsnutzung; Forderung nach Transparenz und Bilanz

Schwächster Wert — Schwächen

Keine Verknüpfung mit Gemeinwohl-Ökonomie-Instrumenten; Fehlende konkrete ökologische Zielvorgaben

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D4D5D2
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
+
+
++
++
E · Gesellschaft & Natur
+
+
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 28.05.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
SPD Antragsteller:in
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag spiegelt exakt die SPD-Kritik an der Ruhrkonferenz aus dem Wahlprogramm wider und greift Kernforderungen wie klare Umsetzung, Vermeidung von Förderbürokratie und Priorisierung der Region auf. Die Forderung nach einem verbindlichen Zukunftskonzept entspricht dem Anspruch auf 'klare und verbindliche Umsetzungsideen'.

„Unser Ziel ist es, sinnvolle Projekte der bisherigen Ruhr-Konferenz fortzusetzen und den Prozess gleichzeitig so weiterzuentwickeln bzw. neu aufzusetzen, dass die zentralen Themen, wie beispielsweise die Entwicklung von Infrastruktur, Wissenschaft und Wirtschaft, mit einer klaren und verbindlichen Umsetzungsidee"
✓ verifiziert SPD NRW Wahlprogramm 2022, S. 59 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Der Antrag steht im Einklang mit dem Hamburger Programm: Er betont soziale Gerechtigkeit, gleiche Lebensverhältnisse und die Verantwortung des Staates für Infrastruktur und Bildung. Die Kritik am Versagen der Haushaltspolitik korrespondiert mit der Forderung nach Investitionen statt Schuldenabbau um jeden Preis.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 4/10

Der Antrag widerspricht der CDU-Perspektive auf die Ruhrkonferenz, die diese als Erfolg darstellt („Wir haben die Weichen für die Zeit nach dem Ende der Steinkohleförderung gestellt“). Die massive Kritik an der Umsetzung und die Forderung nach organisatorischer Neuaufstellung stehen im Kontrast zur CDU-Betonung ihrer kommunalfreundlichen Politik und der erreichten Haushaltsstabilisierung.

„Mit der Ruhrkonferenz haben wir die Weichen für die Zeit nach dem Ende der Steinkohleförderung gestellt."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 36 · PDF öffnen
Parteiprogramm 5/10

Die CDU betont in ihrem Grundsatzprogramm die kommunale Selbstverwaltung und solide Finanzen, was mit der Kritik am Mittelverschleiß teilweise übereinstimmt. Allerdings widerspricht die Forderung nach stärkerer zentraler Steuerung und politischer Aufwertung der Ruhrkonferenz dem CDU-Prinzip der Subsidiarität und der Stärkung der Kommunen als eigenständiger Akteure.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 7/10

Der Antrag ist grundsätzlich kompatibel mit dem grünen Wahlprogramm, das die Ruhrkonferenz als zentrales Instrument für die klimaneutrale Transformation nennt. Die Kritik an der mangelnden strategischen Steuerung und die Forderung nach klaren Zielen entsprechen dem grünen Anspruch an Verbindlichkeit. Allerdings fehlt die explizite Verknüpfung mit Klimaschutzzielen und Bioökonomie.

„Ihnen dargelegt, wie wir Nordrhein-Westfalen zu einer klimaneutralen Industregion entwickeln wollen, in der sozialer Zusammenhalt und echte Chancengleichheit in einer vielfältigen Gesellschaft Realität werden."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 121 · PDF öffnen
Parteiprogramm 7/10

Der Antrag unterstützt das grüne Grundsatzprogramm-Ziel der 'gleichwertigen Lebensverhältnisse' und der 'sozial-ökologischen Transformation'. Die Forderung nach Partizipation und Transparenz korrespondiert mit dem grünen Demokratieverständnis. Allerdings fehlt die explizite Verbindung zu planetaren Grenzen und Biodiversität.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 2/10

Der Antrag widerspricht zentralen FDP-Positionen: Er kritisiert Bürokratie, aber fordert stattdessen mehr staatliche Steuerung, Koordination und Ressortübergreifung – alles Elemente, die die FDP als bürokratisch ablehnt. Die FDP betont 'Markt entscheiden lassen', während der Antrag eine starke, aktive Landespolitik verlangt.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Der Antrag widerspricht dem FDP-Grundsatzprogramm, das 'Eigenverantwortung vor Staatsverantwortung' und einen 'schlüpfrigen Staat' fordert. Die Forderung nach einer zentralen Steuerungsstelle, einem Beauftragten mit Koordinierungsfunktion und einem verbindlichen Zukunftskonzept steht diametral zum FDP-Verständnis von Freiheit und Marktwirtschaft.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 0/10

Der Antrag widerspricht fundamental der AfD-Politik: Er setzt auf EU- und Bundesmittelkoordination, internationale Kooperation und eine grüne Transformation – alles Positionen, die die AfD ablehnt. Die AfD lehnt die Energiewende ab, will Kohle behalten und sieht keine Notwendigkeit für eine strukturelle Neuorientierung des Ruhrgebiets.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
sicherzustellen, dass die für die Ruhrkonferenz bereitgestellten Haushaltsmittel künftig vollständig, zielgerichtet und nach Gemeinwohl-Kriterien eingesetzt werden – unter Einbeziehung von Tariftreue, Sozialstandards und ökologischen Mindestanforderungen bei allen Aufträgen und Förderungen

Stärkt die GWÖ-Treue in den Feldern A1–A5 (Lieferketten) und B2 (Finanzpartner), indem soziale und ökologische Standards in die Vergabe integriert werden.

Vorschlag 2 von 3
ein verbindliches, ressortübergreifendes Zukunftskonzept für das Ruhrgebiet mit klaren Prioritäten, Zeitplänen und messbaren Zielen zu entwickeln – unter Einbeziehung einer Gemeinwohl-Bilanzierung als Steuerungsinstrument und regelmäßiger Bürger:innenräte zur Mitbestimmung

Verankert die GWÖ-Werte Transparenz & Mitbestimmung (D5/E5) und Solidarität (D2) institutionell und macht die Erfolgsmessung gemeinwohlorientiert.

Vorschlag 3 von 3
die Rolle des Beauftragten für die Ruhrkonferenz so auszugestalten, dass eine tatsächliche Steuerungs- und Koordinierungsfunktion gewährleistet ist – mit direkter Berichtspflicht an den Landtag und einem Mandat zur Einbindung aller relevanten Stakeholdergruppen gemäß der GWÖ-Matrix (A–E)

Stärkt die GWÖ-Felder C3 (politische Führung) und D5 (Mitbestimmung), indem die Verantwortung klar definiert und die Matrix-basierte Stakeholder-Verankerung verbindlich gemacht wird.

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Mehrheit gegen GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Unterstützen mit Änderungen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt MMP18-122 ↗
1/5 Fraktionen Ja · 3 Nein · 1 Enth.
Ja: SPD
Nein: AfD CDU GRÜNE
Enth.: FDP
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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