Zusammenfassung
Die SPD fordert ein landesweites Förderprogramm zur energetischen und infrastrukturellen Modernisierung von Kleingartenanlagen – zur Stärkung von Klimaresilienz, sozialer Infrastruktur und ehrenamtlichem Engagement.
- Zwei-Millionen-Euro-Jahresprogramm für Kleingarten-Ertüchtigung
- Förderung von Vereinsheimen, Wasser- und Strominfrastruktur
- Landesinitiative zur bundesweiten Verankerung eines Kleingarten-Fördertitels
Der Antrag fördert soziale Infrastruktur (D4), ökologische Resilienz in Städten (D3), Mitbestimmung durch Vereine (D5) und stärkt die Daseinsvorsorge für Familien (D1). Er berührt nicht direkt Auslagerung (A) oder Finanzpartner (B), bleibt aber konsistent mit GWÖ-Werten. Einzig die fehlende Verankerung von Gemeinwohl-Bilanzierung für geförderte Vereine oder Transparenz-Anforderungen an die Mittelverwendung schwächt leicht die Dimension Transparenz & Mitbestimmung (D5).
Was bedeutet das?
Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (8.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.
Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.
Zitat-Satz: „Der Antrag 18/18999 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 8.0 von 10 (Unterstützen mit Änderungen), Bewertungs-Sicherheit hoch."
Stärkster Wert — Stärken
Stärkung sozialer Infrastruktur durch Ehrenamt; Stadtklima- und Biodiversitätsförderung
Schwächster Wert — Schwächen
Keine Verankerung von Tariftreue bei Vergaben; Keine Priorisierung sozial benachteiligter Quartiere
Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
Wahlprogramm 9/10
Der Antrag entspricht exakt dem SPD-Wahlprogramm 2022 zur lebenswerten Heimat, insbesondere der Förderung von Naherholung, sozialer Infrastruktur und nachhaltiger Stadtentwicklung – wie zitiert auf S. 47 zur 'gesunden und nachhaltigen Mikroklimate in der Wohnumgebung' sowie S. 45 zur 'Lebenswerte Städte, Gemeinden und Dörfer'.
Parteiprogramm 8/10
Das Hamburger Programm betont 'soziale Stadtpolitik' und die 'solida-rische Stadt', die allen Bewohnern Teilhabe ermöglicht (S. 35). Der Antrag realisiert dies durch gemeinwohlorientierte Grüninfrastruktur. Allerdings fehlt die explizite Verknüpfung mit 'gerechter Teilhabe am erwirtschafteten Ertrag' (S. 55), etwa durch Mindestlohn-Vorgaben für beauftragte Firmen.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 7/10
Die CDU setzt auf kommunalfreundliche Förderung (S. 95), Flächensparprogramme (S. 52) und stärkt ehrenamtliche Strukturen (S. 97). Der Antrag passt in diese Linie, widerspricht aber nicht explizit CDU-Positionen wie 'Technologieoffenheit' oder 'Eigentumsschutz' – er ist jedoch neutral zu diesen Themen.
Parteiprogramm 7/10
Das CDU-Grundsatzprogramm betont Subsidiarität und die Stärkung lokaler Gemeinschaften (S. 15, S. 29). Der Antrag unterstützt genau das. Allerdings fehlt die explizite Verbindung zum christlich-demokratischen Menschenbild oder zur 'Schöpfungsverantwortung' (S. 37), was den Score leicht mindert.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 9/10
Der Antrag deckt Kernthemen der Grünen ab: Klimaresilienz (S. 34), soziale Infrastruktur (S. 10–11), Bürgerengagement (S. 121) und regionale Kreisläufe (S. 17). Die Betonung von 'grünen Oasen' und 'sozialer Infrastruktur' korrespondiert direkt mit dem grünen Verständnis von urbanem Grün als Daseinsvorsorge.
Parteiprogramm 9/10
Das Grundsatzprogramm 2020 formuliert ausdrücklich das Recht auf Wohnen *und* auf Erholung (S. 29, S. 58, S. 84). Kleingärten sind hier explizit als Teil der 'sozialen und inklusiven Infrastruktur' und 'Orte des Miteinanders' verankert – was der Antrag vollständig umsetzt.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 5/10
Die FDP betont Eigenverantwortung, Bürokratieabbau und Marktöffnung. Der Antrag ist staatlich gefördert und adressiert ein kollektives Gut – kein direkter Widerspruch, aber auch keine Übereinstimmung mit Kernzielen wie 'Entlastung' oder 'Marktentscheidung'. Neutral bis leicht unterstützend, da er keine Verbote enthält.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 5/10
Das FDP-Grundsatzprogramm (2012) priorisiert individuelle Freiheit und Eigenverantwortung vor staatlicher Förderung. Der Antrag ist jedoch nicht bevormundend, sondern infrastrukturell – daher keine Widersprüche, aber auch keine systematische Übereinstimmung mit 'Chancengerechtigkeit' oder 'Bildung als Bürgerrecht'.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 2/10
Der Antrag widerspricht AfD-Kernpositionen: Er fördert eine staatlich gesteuerte, nicht-marktwirtschaftliche Infrastruktur, ohne Bezug zu 'Leistungsprinzip' oder 'deutscher Kultur'. Zudem steht er im Kontrast zur AfD-Ablehnung von 'Klimaideologie' (S. 47), da er Klimaresilienz explizit nennt.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 2/10
Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar
Stärkt GWÖ-Felder A2 (Tariftreue bei Aufträgen) und D4 (soziale Gerechtigkeit durch gezielte Förderung benachteiligter Gebiete)
Explizite Verknüpfung mit GWÖ-Werten Solidarität (D2), Ökologische Nachhaltigkeit (D3) und Transparenz & Mitbestimmung (D5)
Erweitert GWÖ-Berührungspunkte D1 (Menschenwürde), D3 (Ökologie) und D4 (soziale Gerechtigkeit)
Abstimmungsergebnis
Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.
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