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NRW · 18/18826 · Antrag · 18. · eingebracht 21.04.2026

Gesetz zur Entlastung und Beschleunigung des Vollzugs des Naturschutzrechts und anderer Vorschriften

NaturschutzDigitalisierungBürokratieabbauKlimaschutz

Zusammenfassung

Der Gesetzentwurf zielt auf Beschleunigung und Entlastung im Naturschutzrecht ab – durch digitale Beteiligung, Lockerung von Umwandlungsverboten, Stärkung der Natura-2000-Sicherung und Harmonisierung mit Bundesrecht.

Kernforderungen
  • Freistellung neu entstandenen Dauergrünlands von Umwandlungsverbot
  • Digitale Beteiligung bei Landschaftsplanung und Verordnungen
  • Streichen der 5%-Klausel beim Streuobstwiesenschutz
  • Ausnahmeregelung für Alleen bei Straßenbau
  • Zuständigkeitsverlagerung für Natura-2000-Sicherung

maschinell erstellt · nicht geprüft

5.0/10
Unterstützen mit Änderungen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Note und Empfehlung stammen von einem , das den Antrag an der Gemeinwohl-Matrix 2.0 misst — sie sind weder amtlich noch von der Gemeinwohl-Ökonomie geprüft. Grenzen der Bewertung

Der Antrag verfolgt Bürokratieabbau und Verwaltungsbeschleunigung, was im Sinne der GWÖ-Werte Solidarität (Effizienz für Gemeinwohl) und Transparenz & Mitbestimmung (digitale Beteiligung) wirkt. Allerdings schwächt er ökologische Nachhaltigkeit durch Lockerungen beim Dauergrünland-Umwandlungsverbot (A1 — Grundrechtsschutz und Menschenwürde in der Lieferkette), Alleen-Schutz (D3 — Ökologische Gestaltung der öffentlichen Leistung) und Streuobstwiesen-Schutz (E3 — Verantwortung für ökologische Auswirkungen), obwohl letzterer durch EU-Harmonisierung teilweise kompensiert wird. Die Ausweitung der Natura-2000-Zuständigkeit (E3) stärkt langfristige ökologische Verantwortung, doch die Bagatellgrenzen und Befreiungsregelungen gefährden den Schutz vor Ort.

Was bedeutet das?

Gelbe Ampel. Dieser Antrag wirkt gemischt: Manche Werte werden gestärkt, andere geschwächt — beides gleicht sich teils aus. Die Note (5.0 von 10) ist der ; „gemischt" heißt nicht „neutral".

Die wichtigsten Fachbegriffe sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/18826 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 5.0 von 10 (Unterstützen mit Änderungen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Trifft diese automatische Einschätzung zu?

Die Rückmeldung gilt der Bewertung auf dieser Seite, nicht dem Antrag. Das ist keine Abstimmung über den Antrag.

Stärkster Wert — Stärken

Digitale Beteiligung (§16a, §45a); Unmittelbarer Streuobstwiesenschutz ohne 5%-Klausel

Schwächster Wert — Schwächen

Dauergrünland-Umwandlung ohne ökologische Vorprüfung; Alleen-Ausnahmen ohne unabhängige Bewertung

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D4E3
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
−
○
○
○
○
B · Finanzen
○
○
○
○
○
C · Verwaltung
○
○
○
○
○
D · Bürger:innen
○
○
−
++
○
E · Gesellschaft & Natur
○
○
+
○
○
++ stark fördernd + fördernd ○ neutral − widersprechend −− stark widersprechend
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 28.05.2026 mit dem Sprachmodell qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4 — Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag entspricht exakt CDU-Kernpositionen: 'Bürokratieabbau', 'Beschleunigung von Planungsverfahren', 'Technologieoffenheit' (digitale Beteiligung), 'Waldschutz' (FFH-Offenland-Erleichterung) und 'Verkehrssicherheit' (Alleen-Ausnahmen). Auch die Harmonisierung mit GAP-Recht passt zum wirtschaftlichen Pragmatismus.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 8/10

Das CDU-Grundsatzprogramm 'In Freiheit leben' (2024) betont 'Schöpfungsverantwortung' und 'Technologieoffenen Umweltschutz'. Der Antrag vereint beides: Digitalisierung als Mittel zur Effizienzsteigerung bei gleichzeitiger Stärkung des europäischen Naturschutzes (Natura 2000). Lediglich die Schwächung lokaler Naturschutzinstrumente (Landschaftspläne) widerspricht dem Subsidiaritätsprinzip leicht.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD
Wahlprogramm 4/10

Der Antrag widerspricht zentralen SPD-Prioritäten: 'Klimaneutralität 2040', 'Erneuerbare beschleunigen', 'Biodiversität sichern'. Die Lockerung des Dauergrünland- und Alleen-Schutzes sowie die Reduzierung der Mitwirkungsrechte von Naturschutzvereinen stehen im Konflikt mit dem Wahlprogramm. Einzig die digitale Beteiligung und der gestärkte Streuobstschutz sind positiv.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 5/10

Das Hamburger Programm (2007) verankert 'ökologische Verantwortung' als Grundwert. Der Antrag untergräbt diesen durch Abschwächung naturschutzrechtlicher Instrumente. Die Stärkung von Natura 2000 und digitale Partizipation sind jedoch konsistent mit 'Demokratischem Sozialismus' und 'Vorsorgendem Sozialstaat'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 6/10

Der Antrag enthält grüne Kernanliegen: sofortiger Streuobstschutz (ohne 5%-Klausel), Natura-2000-Stärkung, digitale Beteiligung. Doch die Dauergrünland-Freistellung, Alleen-Ausnahmen und Einschränkung der Vereinsmitwirkung widersprechen klar dem Wahlprogramm ('100% Erneuerbare', '30% Naturschutzfläche', 'Bürger:innenräte'). Die Koalitionszwänge (CDU-Kompromiss) erklären, aber nicht rechtfertigen diese Abweichungen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 7/10

Das Grundsatzprogramm 2020 fordert 'planetare Grenzen' und 'lebendige Demokratie'. Der Antrag stärkt letztere (digitale Beteiligung), schwächt aber erstere durch Erosion lokaler Naturschutzstandards. Die EU-Harmonisierung bei Streuobstwiesen und Natura 2000 ist ein Fortschritt, bleibt aber hinter der Forderung nach 'deutlich vor 2040' zurück.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag spiegelt FDP-Kernziele wider: 'Radikaler Bürokratieabbau', 'Digitalisierung', 'Marktbasierter Klimaschutz', 'Technologieoffenheit'. Die Verkürzung von Fristen, Digitalisierung der Beteiligung, Streichung von Doppelregelungen und die Entlastung von Waldbesitzern entsprechen exakt dem Wahlprogramm.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 8/10

Das Grundsatzprogramm 'Verantwortung für die Freiheit' (2012) betont 'Eigenverantwortung' und 'freie Marktwirtschaft'. Der Antrag fördert beide: durch Entlastung von Unternehmen und Waldbesitzern sowie durch Vertrauen in technologische Lösungen (digitale Verwaltung). Lediglich die staatliche Intervention bei Natura 2000 steht leicht im Spannungsfeld zur FDP-Präferenz für 'schlanken Staat'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 3/10

Der Antrag widerspricht AfD-Kernpositionen: 'Kohle behalten', 'gegen Energiewende', 'gegen Windkraft'. Obwohl er keine direkten Energieentscheidungen trifft, stärkt er indirekt die EU-Naturschutzpolitik (Natura 2000, FFH-Richtlinie), die die AfD als 'Brüsseler Planwirtschaft' ablehnt. Die digitale Beteiligung ist neutral, die Streuobstschutz-Harmonisierung ist einzeln positiv, aber insgesamt unzureichend.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Das AfD-Grundsatzprogramm (2016) lehnt 'EU-Kompetenzerweiterung' und 'Subventionen' ab. Der Antrag verstärkt die EU-Rechtssicherheit (Natura 2000) und bindet öffentliche Gelder (Ersatzgeld) an EU-Vorgaben — ein fundamentaler Widerspruch zu 'nationaler Souveränität'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Diese Vorschläge hat ein erzeugt. Sie sind nicht im Parlament eingebracht worden. Im Vorschlagstext ist grün unterlegt, was neu hinzukäme, und durchgestrichen, was entfiele.

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3

Im Antrag steht

Dauergrünland, das nach dem 1. Januar 2021 entsteht, soll analog zum Förderrecht genehmigungs- und auflagenfrei umgewandelt werden können, soweit keine gesetzlich geschützten Biotope betroffen sind.

Vorschlag

Dauergrünland, das nach dem 1. Januar 2021 entsteht, darf nur dann genehmigungs- und auflagenfrei umgewandelt werden, wenn eine ökologische Vorabprüfung durch die untere Naturschutzbehörde bestätigt, dass keine Funktion als Lebensraum für schützenswerte Arten besteht.

Verhindert ökologisch schädliche Umwandlung von Flächen mit hoher Biodiversitätspotenzial (GWÖ-Feld A1 — Grundrechtsschutz und Menschenwürde in der Lieferkette, Ökologische Nachhaltigkeit)

Vorschlag 2 von 3

Im Antrag steht

Von den Verboten des Absatzes 1 kann für Einzelbäume auf Antrag eine Ausnahme erteilt werden, wenn es sich um Maßnahmen des Baus oder der Änderung von öffentlichen Straßen, Geh- oder Radwegen handelt, die Beeinträchtigung unvermeidbar ist und ein gleichartiger Ausgleich in derselben Allee erfolgt.

Vorschlag

Von den Verboten des Absatzes 1 kann für Einzelbäume auf Antrag eine Ausnahme erteilt werden, sofern zusätzlich eine unabhängige ökologische Bewertung bestätigt, dass kein geeigneter Alternativstandort für die Infrastrukturmaßnahme existiert und der Ausgleich mindestens 1:2 erfolgt.

Stärkt den Schutz von Alleen als Kulturgut und Biodiversitätskorridor (GWÖ-Feld D3 — Ökologische Gestaltung der öffentlichen Leistung, Soziale Gerechtigkeit & Ökologische Nachhaltigkeit)

Vorschlag 3 von 3

Im Antrag steht

Die höheren Naturschutzbehörden erhalten die Möglichkeit, im Einvernehmen mit der obersten Naturschutzbehörde Natura 2000-Gebiete durch ordnungsbehördliche Verordnung als Schutzgebiete auszuweisen.

Vorschlag

Die höheren Naturschutzbehörden erhalten die Möglichkeit, im Einvernehmen mit der obersten Naturschutzbehörde Natura 2000-Gebiete durch ordnungsbehördliche Verordnung als Schutzgebiete auszuweisen, sofern zuvor eine öffentliche Anhörung mit Bürger:innenräten im betroffenen Gebiet stattgefunden hat.

Stärkt Transparenz & Mitbestimmung (GWÖ-Feld E5 — Transparente und demokratische Mitbestimmung) und verankert partizipative Demokratie gemäß Grünen- und SPD-Wahlprogrammen

Abstimmungsergebnis

Überwiesen MMP18-121 ↗

Die Listen darunter nennen Fraktionen, nicht Sitze oder Stimmen. Einen Balken zeigt diese Seite deshalb nicht: Er würde ein Mengenverhältnis nahelegen, das die Daten nicht hergeben — Sitz- und Stimmzahlen liegen nicht vor, das Plenarprotokoll nennt keine. Wie das Plenum entschieden hat, steht oben als Ergebnis: Überwiesen; wenige Fraktionen können die Mehrheit der Sitze auf sich vereinen.

Ja: AfD CDU FDP GRÜNE SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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