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NRW · 18/18000 · Antrag · 18. · eingebracht 04.03.2026

Gesetz zum Bürokratieabbau durch Errichtung eines nordrhein-westfälischen Normenkontrollrats und durch Stärkung der Clearingstelle Mittelstand

BürokratieabbauVerwaltungsmodernisierungMittelstandDigitalisierung

Zusammenfassung

Der Antrag sieht die Einrichtung eines unabhängigen Normenkontrollrats vor, der neue Gesetze auf ihren bürokratischen Aufwand für Bürger:innen, Wirtschaft und Verwaltung prüft, und stärkt die Clearingstelle Mittelstand durch ein eigenes Initiativrecht.

Kernforderungen
  • Einrichtung eines nordrhein-westfälischen Normenkontrollrats bei der Staatskanzlei
  • Stärkung der Clearingstelle Mittelstand durch eigenes Initiativrecht
  • Verpflichtung zur Erfüllungsaufwandsdarstellung und Digitalcheck
  • Praxis-Checks zur Vollzugstauglichkeit
  • Jährlicher Tätigkeitsbericht an Landtag und Regierung

maschinell erstellt · nicht geprüft

6.0/10
Unterstützen mit Änderungen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Note und Empfehlung stammen von einem , das den Antrag an der Gemeinwohl-Matrix 2.0 misst — sie sind weder amtlich noch von der Gemeinwohl-Ökonomie geprüft. Grenzen der Bewertung

Der Antrag stärkt Transparenz & Mitbestimmung (Wert 5) durch systematische Prüfung von Regelungsfolgen, frühzeitige Einbindung von Betroffenen (Praxis-Checks) und Veröffentlichung von Stellungnahmen im Landtag. Er fördert Solidarität (Wert 2) indirekt über Entlastung von KMU und Bürger:innen – aber ohne explizite gemeinwohlorientierte Kriterien wie Sozialverträglichkeit oder ökologische Folgenabschätzung. Ökologische Nachhaltigkeit (Wert 3) bleibt unberücksichtigt: kein Klima-Check, keine Berücksichtigung von Ressourceneffizienz oder Kreislaufwirtschaft. Menschenwürde (Wert 1) und Soziale Gerechtigkeit (Wert 4) werden nicht adressiert – z.B. fehlt eine Prüfung auf Diskriminierungseffekte oder Zugangsbarrieren für benachteiligte Gruppen.

Was bedeutet das?

Gelbe Ampel. Dieser Antrag wirkt gemischt: Manche Werte werden gestärkt, andere geschwächt — beides gleicht sich teils aus. Die Note (6.0 von 10) ist der ; „gemischt" heißt nicht „neutral".

Die wichtigsten Fachbegriffe sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/18000 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 6.0 von 10 (Unterstützen mit Änderungen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Trifft diese automatische Einschätzung zu?

Die Rückmeldung gilt der Bewertung auf dieser Seite, nicht dem Antrag. Das ist keine Abstimmung über den Antrag.

Stärkster Wert — Stärken

Konsequente Bürokratieentlastung; Stärkung der Clearingstelle Mittelstand

Schwächster Wert — Schwächen

Keine ökologische Folgenabschätzung; Keine soziale Folgenabschätzung

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: C5A2D5
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
○
+
○
○
○
B · Finanzen
○
○
−
○
○
C · Verwaltung
○
○
○
○
+
D · Bürger:innen
○
○
○
−
+
E · Gesellschaft & Natur
○
○
○
○
○
++ stark fördernd + fördernd ○ neutral − widersprechend −− stark widersprechend
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 27.09.2026 mit dem Sprachmodell qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4 — Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag entspricht exakt dem CDU-Wahlprogramm 2022: 'Bürokratiebremse', 'Bürokratieabbau', 'Digitalisierung', 'Mittelstandsförderung' und 'Föderalismusreform'. Die Forderung nach einem Normenkontrollrat ist direkt aus S. 79 des CDU-Grundsatzprogramms 2024 abgeleitet.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 9/10

Vollständige Übereinstimmung mit dem CDU-Grundsatzprogramm 2024: 'Funktionierender Staat', 'Subsidiarität', 'Bürokratieabbau', 'Digitalisierung' und 'Vertrauen statt Bevormundung'.

„Es ist dringend notwendig, auf allen staatlichen Ebenen überflüssige Bürokratie abzubauen, auch zugunsten einer leistungsfähigen Verwaltung. In diesem Zusammenhang wollen wir den Nationalen Normenkontrollrat aufwerten und in das Bundeskanzleramt zurückholen. Vergleichbare Einrichtungen in den Ländern befürworten wir."
✓ verifiziert CDU Grundsatzprogramm 2024, S. 79 · PDF öffnen
SPD
Wahlprogramm 4/10

Der Antrag widerspricht Kernpositionen des SPD-Wahlprogramms: Keine Tariftreue-Pflicht, keine sozialen Folgenabschätzungen, keine Klimaprüfung, keine Stärkung öffentlicher Daseinsvorsorge. Der Fokus auf 'Entlastung der Wirtschaft' steht im Kontrast zur SPD-Forderung nach 'Guter Arbeit' und 'sozialer Gerechtigkeit'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 3/10

Widerspricht dem Hamburger Programm: Keine Betonung von 'Solidarität', 'Gerechtigkeit' oder 'sozialem Ausgleich'. Stattdessen Priorisierung von Effizienz und Wirtschaftsentlastung ohne soziale Absicherung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 5/10

Teilweise Übereinstimmung: 'Digitale Lösungen', 'Bürokratie vereinfachen' (S. 49), 'New Work' (S. 91). Aber gravierende Lücke: Kein Klima-Check (S. 9), keine Berücksichtigung von Lieferketten (S. 118), keine Demokratieerweiterung (Bürger:innenräte). Der Antrag bleibt rein technokratisch.

„Weniger, schneller, effizienter: mit digitalen Lösungen Bürokratie vereinfachen Generationen von Politiker*innen haben ihn versprochen: den Bürokratieabbau. Auch wir können die Bürokratie nicht abschaffen, aber wir machen sie digitaler, schneller und effizienter und bauen so Be..."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 49 · PDF öffnen
Parteiprogramm 4/10

Teilweise konsistent mit grünem Grundsatzprogramm zu 'Verwaltungsmodernisierung' (S. 74), aber bricht mit 'sozial-ökologischer Marktwirtschaft' (S. 35) und 'gemeinwohlorientiertem Eigentum' (S. 39), da keine ökologischen oder sozialen Bindungen vorgesehen sind.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag ist ein wörtliches Umsetzungsdokument des FDP-Wahlprogramms: 'Bürokratieabbau', 'Digitalisierung', 'Mittelstandsförderung', 'Marktwirtschaftlicher Umweltschutz' (ohne Klima-Check), 'Eigenverantwortung'. Alle Kernforderungen sind direkt abgebildet.

„95 wirtschaftlich tätig werden darf, wenn ein Privatunternehmen die Dienstleistung nicht besser und wirtschaftlicher zur Verfügung stellen kann. Zudem sollen für eine fundierte Entscheidung durch die Ratsmitglieder die meist umfangreichen Dokumente bei der Akquise um ein zusätzliches, zusammenfassendes Gutachten von unabhängiger Stelle ergänzt werden."
✓ verifiziert FDP NRW Wahlprogramm 2022, S. 95 · PDF öffnen
Parteiprogramm 10/10

Vollständige Übereinstimmung mit dem FDP-Grundsatzprogramm: 'Verantwortung für die Freiheit', 'Eigenverantwortung', 'schlanker Staat', 'Bürokratieabbau', 'Marktwirtschaft'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 7/10

Der Antrag entspricht AfD-Kernforderungen nach 'Bürokratieabbau', 'Entlastung der Wirtschaft' und 'staatlicher Effizienzsteigerung'. Allerdings fehlt der nationalistische Fokus auf 'deutsche Souveränität' oder 'Kritik an EU-Regulierung'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 6/10

Teilweise konsistent mit AfD-Grundsatzprogramm zu 'Bürokratieabbau' und 'staatlicher Effizienz', aber ohne Bezug auf 'Nation', 'EU-Kritik' oder 'Leitkultur'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Diese Vorschläge hat ein erzeugt. Sie sind nicht im Parlament eingebracht worden. Im Vorschlagstext ist grün unterlegt, was neu hinzukäme, und durchgestrichen, was entfiele.

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3

Im Antrag steht

Der Normenkontrollrat prüft insbesondere die Darstellung des Erfüllungsaufwandes neuer Regelungen für die Bürgerinnen und Bürger, die Wirtschaft und die öffentliche Verwaltung auf ihre Nachvollziehbarkeit sowie Methodengerechtigkeit.

Vorschlag

Der Normenkontrollrat prüft insbesondere die Darstellung des Erfüllungsaufwandes sowie der sozialen, ökologischen und demokratischen Folgen neuer Regelungen für die Bürgerinnen und Bürger, die Wirtschaft und die öffentliche Verwaltung auf ihre Nachvollziehbarkeit sowie Methodengerechtigkeit.

Ergänzung um soziale und ökologische Folgenabschätzung schließt die GWÖ-Lücken in den Feldern D4 (Soziale Gerechtigkeit) und B3 (Ökologische Nachhaltigkeit).

Vorschlag 2 von 3

Im Antrag steht

Die Prüfung des Normenkontrollrats kann sich über die Prüfung nach Absatz 3 hinaus auf die methodengerechte Durchführung und nachvollziehbare Darstellung der folgenden Aspekte erstrecken: [...] 6. inwieweit im Falle der Umsetzung einer Richtlinie oder sonstiger Rechtsakte der Europäischen Union über deren Vorgaben hinaus weitere Regelungen getroffen werden.

Vorschlag

Die Prüfung des Normenkontrollrats kann sich über die Prüfung nach Absatz 3 hinaus auf die methodengerechte Durchführung und nachvollziehbare Darstellung der folgenden Aspekte erstrecken: [...] 6. inwieweit im Falle der Umsetzung einer Richtlinie oder sonstiger Rechtsakte der Europäischen Union über deren Vorgaben hinaus weitere Regelungen getroffen werden, insbesondere unter Berücksichtigung von Klimaschutz-, Sozial- und Menschenrechtszielen.

Bindet Klima- und Sozialziele in die Prüfung ein – stärkt GWÖ-Werte 3 (Ökologische Nachhaltigkeit) und 1/4 (Menschenwürde/Soziale Gerechtigkeit).

Vorschlag 3 von 3

Im Antrag steht

Der Normenkontrollrat gibt seine Stellungnahmen nicht öffentlich ab. Gutachtenaufträge und Anhörungen nach § 5 Absatz 1 Nummer 1 sowie deren Ergebnisse sind ebenfalls nicht öffentlich zu behandeln.

Vorschlag

Der Normenkontrollrat gibt seine Stellungnahmen grundsätzlich öffentlich ab, soweit nicht vertrauliche personenbezogene Daten oder Geschäftsgeheimnisse betroffen sind. Gutachtenaufträge und Anhörungen nach § 5 Absatz 1 Nummer 1 sowie deren Ergebnisse sind ebenfalls öffentlich zugänglich, sofern keine besonderen Schutzgründe vorliegen.

Stärkt Transparenz & Mitbestimmung (Wert 5) und erfüllt GWÖ-Matrixfeld C5 (politische Führung) und D5 (Bürger:innen) – entspricht Grünen-Forderung nach 'Open Government' und CDU-Grundsatzprogramm zu 'Transparenz'.

Abstimmungsergebnis

Mehrheit gegen die Empfehlung dieses Werkzeugs — Empfohlen: Unterstützen mit Änderungen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt MMP18-131 ↗
Von 5 Fraktionen stimmte 1 dafür, 3 stimmten dagegen, 1 enthielt sich.

Gezählt sind Fraktionen, nicht Sitze oder Stimmen. Wie das Plenum entschieden hat, steht oben als Ergebnis: Abgelehnt — wenige Fraktionen können die Mehrheit der Sitze auf sich vereinen. Das Plenarprotokoll nennt keine Sitz- oder Stimmzahlen.

Ja: FDP
Nein: AfD CDU GRÜNE
Enth.: SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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