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HB · Drs. 21/754S · Antrag · eingebracht 12.03.2026

Möglichkeit der Barzahlung erhalten – ausschließlichen bargeldlosen Zahlungsverkehrs in der ÖVB-Arena (M3B GmbH) verhindern

Zusammenfassung

Der Antrag fordert, dass die ÖVB-Arena als öffentlich beteiligte Einrichtung weiterhin Barzahlung ermöglichen muss, um soziale Exklusion, Datenschutzrisiken und digitale Zwangslagen zu verhindern.

Stärkster Wert — Stärken

Starke Fokussierung auf soziale Teilhabe und digitale Inklusion; Klare Verbindung von Datenschutz und Grundrechtsschutz

Schwächster Wert — Schwächen

Keine Erwähnung von Lieferketten oder Beschaffung (A-Gruppe); Kein Bezug zu ökologischen Aspekten (C3)

Redline-Vorschläge

Vorschlag 1 von 3
Die ÖVB-Arena ist als eine zentrale kulturelle und sportliche Veranstaltungsstätte in Bremen unter maßgeblicher öffentlicher Beteiligung der Allgemeinheit verpflichtet — insbesondere zur Gewährleistung sozialer Teilhabe, Datenschutz und barrierefreier Zugänglichkeit auch im Zahlungsverkehr.

Stärkt den GWÖ-Bezug zu D4 (soziale Gerechtigkeit) und D1 (Menschenwürde/Datenschutz) durch explizite Verknüpfung mit Gemeinwohl-Kriterien.

Vorschlag 2 von 3
Der Senat legt im Rahmen seiner Gesellschafterverantwortung fest, dass alle Einrichtungen mit mehrheitiger oder maßgeblicher städtischer Beteiligung eine funktionale Barzahlungsoption vorhalten müssen — als Mindeststandard für soziale Teilhabe und informationelle Selbstbestimmung.

Erweitert den GWÖ-Bezug von Einzelfall zu systemischer Regelung (E5: Staat/Gesellschaft/Natur), stärkt Transparenz & Mitbestimmung (D5) und macht die Forderung nachhaltig.

Vorschlag 3 von 3
Eine verbindliche Leitlinie 'Zahlungsmittelfreiheit in öffentlich getragenen Einrichtungen' zu erarbeiten, die mindestens folgende Punkte regelt: (1) Pflicht zur funktionalen Barzahlungsoption, (2) Verbot datenintensiver Zahlungssysteme ohne ausdrückliche Einwilligung, (3) jährliche Berichterstattung über Zugangsbarrieren und Alternativen.

Transformiert Prüfungsaufforderung in konkrete, messbare Gemeinwohl-Standards — erhöht GWÖ-Treue in den Feldern D1, D4, D5 und B2.

Bewertung
Uneingeschränkt unterstützen Der Antrag stärkt soziale Teilhabe (D4), Datenschutz als Menschenrecht (D1), und Transparenz & Mitbestimmung (D5) durch Forderung nach Wahlfreiheit und öffentlicher Verantwortung. Er berührt zentral die Berührungsgruppe D (Bürger:innen und Wirtschaft) sowie B (Finanzpartner:innen, Steuerzahler:innen) im Kontext öffentlicher Beteiligung an einer kulturellen Infrastruktur. Die Kritik an datengetriebener Exklusion ist stark gemeinwohlorientiert, wenngleich er keine konkreten ökologischen oder solidarischen Lieferkettenaspekte (A-Gruppe) adressiert.

Matrix 2.0 · 25 Felder

Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
+
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
++
++
+
E · Gesellschaft & Natur

Programm-Treue pro Fraktion

SPD
WP 9/10 PP 8/10
CDU
WP 6/10 PP 7/10
GRÜNE
WP 9/10 PP 9/10
LINKE
WP 10/10 PP 9/10
AfD
WP 3/10 PP 3/10
BiW
WP 0/10 PP 0/10

Belege — SPD

„Mobilität ist die Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, wirtschaftliche Entwicklung und persönliche Freiheit."
✓ verifiziert SPD Bremen Wahlprogramm 2023, S. 68 · PDF öffnen

Belege — GRÜNE

„Anreden und Ansprache durch Behörden wollen wir den Bedürfnissen aller Bürger*innen entsprechend anpassen, sodass Menschen nicht ungefragt mit unpassenden Anreden konfrontiert werden."
✓ verifiziert Grüne Bremen Wahlprogramm 2023, S. 87 · PDF öffnen

Belege — LINKE

„Wir lehnen Netzsperren sowie das Durchleuchten und Filtern von Inhalten ab. Informationen müssen frei sein."
✓ verifiziert DIE LINKE Erfurter Programm 2011, S. 37 · PDF öffnen
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