Der Antrag fordert bundesweite kostenfreie, gesunde und schmackhafte Mittagsverpflegung in allen Schulen und Kitas, finanziert durch den Bund, mit Fokus auf regionale, pflanzenbasierte Bio-Lebensmittel, praktischer Ernährungsbildung und partizipativer Gestaltung durch Kinder und Jugendliche.
Stärkster Wert — Stärken
Systemische Verknüpfung von Ernährung, Bildung, Gesundheit und Nachhaltigkeit; Starke partizipative Elemente (Bürger:innenrat, Kindermitbestimmung)
Schwächster Wert — Schwächen
Keine klare Regelung zur Qualitätssicherung durch externe Auditierung; Keine Verankerung von fairen Beschaffungsstandards für Lieferant:innen (A-Gruppe)
Redline-Vorschläge
Vorschlag 1 von 3
regionale Wertschöpfung
und faire Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette
zu fördern, indem für das Mittagessen vorrangig regionale, saisonale und vermehrt pflanzenbasierte Bio-Lebensmittel genutzt werden,
die nachweislich nach den Standards der Global Organic Textile Standard (GOTS) oder Fair Trade zertifiziert sind
Stärkt die Berührungsgruppe A (Ausgelagerte Betriebe) gemäß GWÖ-Matrix: Sicherstellung fairer Löhne und Arbeitsbedingungen bei Lieferant:innen – bisher unberücksichtigt.
Vorschlag 2 von 3
Kinder und Jugendliche werden mittels regelmäßiger, altersgerechter Beteiligungsformate (z. B. Schüler:innenräte, Kita-Parlamente) bei der Auswahl des Speiseangebotes, der Gestaltung der Mensen und der Entwicklung von Ernährungskonzepten aktiv mit einbezogen
Präzisiert die Umsetzung von Transparenz & Mitbestimmung (D5) und stärkt die institutionelle Verankerung partizipativer Strukturen.
Vorschlag 3 von 3
Die Themen „Ernährung“, „Lebensmittel“ und
„globale Gerechtigkeit in der Ernährung“
werden noch stärker in allen Lehrplänen verankert – sowohl auf einer theoretischen als auch auf einer praktischen Ebene,
unter Einbezug kritischer Reflexion über globale Lieferketten und Ernährungssouveränität
Erweitert den ökologischen und solidarischen Horizont (E2/E3) und verknüpft lokale Verpflegung mit globaler Verantwortung – bisher nur implizit.
Bewertung
9.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Der Antrag stärkt systematisch alle fünf GWÖ-Werte: Menschenwürde durch Zugang zu gesunder Ernährung unabhängig von Einkommen; Solidarität durch gemeinsames, kostenfreies Essen als Gemeinschaftserlebnis; ökologische Nachhaltigkeit durch regionale, saisonale, pflanzenbasierte Bio-Lebensmittel; soziale Gerechtigkeit durch Abbau von Ernährungsarmut und Förderung gleichwertiger Lebensverhältnisse; Transparenz & Mitbestimmung durch aktive Einbeziehung von Kindern bei Speiseplan und Mensengestaltung sowie Bürger:innenrat-Bezug. Lediglich die Berührungsgruppe A (Lieferant:innen) bleibt unterentwickelt hinsichtlich fairen Beschaffungsstandards.
Matrix 2.0 · 25 Felder
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
○
○
○
○
○
B · Finanzen
○
+
○
○
○
C · Verwaltung
○
○
+
○
○
D · Bürger:innen
++
++
++
++
++
E · Gesellschaft & Natur
○
○
++
○
○
++ stark fördernd+ fördernd○ neutral− widersprechend−− stark widerspr.
Programm-Treue pro Fraktion
CDU
WP 4/10
PP 4/10
CSU
WP 0/10
PP 0/10
AfD
WP 0/10
PP 0/10
SPD
WP 7/10
PP 8/10
GRÜNE
WP 9/10
PP 9/10
LINKE
A
WP 10/10
PP 10/10
BSW
WP 0/10
PP 0/10
FDP
WP 2/10
PP 2/10
Belege — SPD
„Bildung für alle Der Staat hat dafür zu sorgen, dass alle den gleichen Zugang zu Bildung haben, unabhängig von ihrer Herkunft. Jeder Mensch hat d..."
✓ verifiziert
SPD Grundsatzprogramm 2007, S. 62
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Belege — GRÜNE
„Gerechtigkeit: Sozial-ökologische Transformation, Teilhabe für alle"
✓ verifiziert
GRÜNE Grundsatzprogramm 2020 — Leitideen
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Belege — LINKE
„Wir treten für einen Rechtsanspruch aller Kinder auf ganztägige frühkindliche Bildung und Betreuung unabhängig vom Erwerbsstatus der Eltern ein."
✓ verifiziert
DIE LINKE Erfurter Programm 2011, S. 44
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„Gute Bildung von der KiTa bis zur Weiterbildung Wir treten für einen Rechtsanspruch aller Kinder auf ganztägige frühkindliche Bildung und Betreuung unabhängig vom Erwerbsstatus der Eltern ein."
✓ verifiziert
DIE LINKE Erfurter Programm 2011, S. 44
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