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BUND · Drs. 21/3660 · Antrag · eingebracht 15.01.2026

Kostenfreies, gesundes und leckeres Mittagessen in allen Schulen und Kitas

Zusammenfassung

Der Antrag fordert bundesweite kostenfreie, gesunde und schmackhafte Mittagsverpflegung in allen Schulen und Kitas, finanziert durch den Bund, mit Fokus auf regionale, pflanzenbasierte Bio-Lebensmittel, praktischer Ernährungsbildung und partizipativer Gestaltung durch Kinder und Jugendliche.

Stärkster Wert — Stärken

Systemische Verknüpfung von Ernährung, Bildung, Gesundheit und Nachhaltigkeit; Starke partizipative Elemente (Bürger:innenrat, Kindermitbestimmung)

Schwächster Wert — Schwächen

Keine klare Regelung zur Qualitätssicherung durch externe Auditierung; Keine Verankerung von fairen Beschaffungsstandards für Lieferant:innen (A-Gruppe)

Redline-Vorschläge

Vorschlag 1 von 3
regionale Wertschöpfung und faire Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette zu fördern, indem für das Mittagessen vorrangig regionale, saisonale und vermehrt pflanzenbasierte Bio-Lebensmittel genutzt werden, die nachweislich nach den Standards der Global Organic Textile Standard (GOTS) oder Fair Trade zertifiziert sind

Stärkt die Berührungsgruppe A (Ausgelagerte Betriebe) gemäß GWÖ-Matrix: Sicherstellung fairer Löhne und Arbeitsbedingungen bei Lieferant:innen – bisher unberücksichtigt.

Vorschlag 2 von 3
Kinder und Jugendliche werden mittels regelmäßiger, altersgerechter Beteiligungsformate (z. B. Schüler:innenräte, Kita-Parlamente) bei der Auswahl des Speiseangebotes, der Gestaltung der Mensen und der Entwicklung von Ernährungskonzepten aktiv mit einbezogen

Präzisiert die Umsetzung von Transparenz & Mitbestimmung (D5) und stärkt die institutionelle Verankerung partizipativer Strukturen.

Vorschlag 3 von 3
Die Themen „Ernährung“, „Lebensmittel“ und „globale Gerechtigkeit in der Ernährung“ werden noch stärker in allen Lehrplänen verankert – sowohl auf einer theoretischen als auch auf einer praktischen Ebene, unter Einbezug kritischer Reflexion über globale Lieferketten und Ernährungssouveränität

Erweitert den ökologischen und solidarischen Horizont (E2/E3) und verknüpft lokale Verpflegung mit globaler Verantwortung – bisher nur implizit.

Bewertung
Uneingeschränkt unterstützen Der Antrag stärkt systematisch alle fünf GWÖ-Werte: Menschenwürde durch Zugang zu gesunder Ernährung unabhängig von Einkommen; Solidarität durch gemeinsames, kostenfreies Essen als Gemeinschaftserlebnis; ökologische Nachhaltigkeit durch regionale, saisonale, pflanzenbasierte Bio-Lebensmittel; soziale Gerechtigkeit durch Abbau von Ernährungsarmut und Förderung gleichwertiger Lebensverhältnisse; Transparenz & Mitbestimmung durch aktive Einbeziehung von Kindern bei Speiseplan und Mensengestaltung sowie Bürger:innenrat-Bezug. Lediglich die Berührungsgruppe A (Lieferant:innen) bleibt unterentwickelt hinsichtlich fairen Beschaffungsstandards.

Matrix 2.0 · 25 Felder

Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
+
C · Verwaltung
+
D · Bürger:innen
++
++
++
++
++
E · Gesellschaft & Natur
++

Programm-Treue pro Fraktion

CDU
WP 4/10 PP 4/10
CSU
WP 0/10 PP 0/10
AfD
WP 0/10 PP 0/10
SPD
WP 7/10 PP 8/10
GRÜNE
WP 9/10 PP 9/10
LINKE A
WP 10/10 PP 10/10
BSW
WP 0/10 PP 0/10
FDP
WP 2/10 PP 2/10

Belege — SPD

„Bildung für alle Der Staat hat dafür zu sorgen, dass alle den gleichen Zugang zu Bildung haben, unabhängig von ihrer Herkunft. Jeder Mensch hat d..."
✓ verifiziert SPD Grundsatzprogramm 2007, S. 62 · PDF öffnen

Belege — GRÜNE

„Gerechtigkeit: Sozial-ökologische Transformation, Teilhabe für alle"
✓ verifiziert GRÜNE Grundsatzprogramm 2020 — Leitideen · PDF öffnen

Belege — LINKE

„Wir treten für einen Rechtsanspruch aller Kinder auf ganztägige frühkindliche Bildung und Betreuung unabhängig vom Erwerbsstatus der Eltern ein."
✓ verifiziert DIE LINKE Erfurter Programm 2011, S. 44 · PDF öffnen
„Gute Bildung von der KiTa bis zur Weiterbildung Wir treten für einen Rechtsanspruch aller Kinder auf ganztägige frühkindliche Bildung und Betreuung unabhängig vom Erwerbsstatus der Eltern ein."
✓ verifiziert DIE LINKE Erfurter Programm 2011, S. 44 · PDF öffnen
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