Eingebracht von CDU
— Analyse 12.04.2026
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Zusammenfassung
Die CDU-Fraktion fordert eine Herabstufung des Wolfschutzstatus und die Einführung von Bejagungsinstrumenten sowie eine Einschränkung des Klagerechts von Naturschutzverbänden, um ein 'systematisches Wolfsmanagement' zu ermöglichen.
Stärkster Wert — Stärken
Klare Benennung der Herausforderungen für Weidetierhalter; Bezug auf europäisches Recht und Monitoringdaten
Schwächster Wert — Schwächen
Ignoranz gegenüber Präventionspotenzial; Systematischer Widerspruch zu Artenschutzrecht
Redline-Vorschläge
Vorschlag 1 von 3
den Wildartenkatalog
nicht
um den Wolf zu ergänzen; stattdessen
die Präventionsmaßnahmen für Weidetierhalter massiv auszubauen
,
die Prämien für Herdenschutzmaßnahmen zu verdoppeln
, und
einen landesweiten Herdenschutz-Service mit Beratung und technischer Unterstützung einzurichten
Stärkt Soziale Gerechtigkeit (D4) und Ökologische Nachhaltigkeit (D3) durch präventive, nicht repressive Maßnahmen — im Einklang mit GWÖ-Matrixfeld D3/D4
Vorschlag 2 von 3
das Klagerecht für anerkannte Naturschutzverbände
zu stärken
, indem
klare gesetzliche Mindestanforderungen an die Transparenz von Entscheidungen zum Wolfsschutz festgelegt werden
, sowie
eine unabhängige wissenschaftliche Begutachtung aller Entnahmeentscheidungen vorgeschrieben wird
sich auf Bundesebene dafür einzusetzen,
die Umsetzung der FFH-Richtlinie in Deutschland konsequent und wissenschaftsbasiert sicherzustellen
, insbesondere durch
die Einrichtung eines unabhängigen wissenschaftlichen Beirats für Großraubtiere
, der regelmäßig den Erhaltungszustand bewertet und Handlungsempfehlungen abgibt
Ablehnen
Der Antrag zielt auf eine systematische Reduzierung des Schutzstatus des Wolfs und die Einführung von Bejagungsinstrumenten, was im Widerspruch zu ökologischer Nachhaltigkeit (Wert 3) und Menschenwürde (Wert 1) steht, da er Wildtierverfolgung ohne ausreichliche wissenschaftliche Grundlage und unter Missachtung der EU-artenschutzrechtlichen Vorgaben fördert. Er ignoriert die Gemeinwohl-Dimension der Biodiversität als Lebensgrundlage und gefährdet das Recht auf intakte Natur für alle Bürger:innen. Die Forderung nach Einschränkung des Klagerechts von Naturschutzverbänden untergräbt Transparenz & Mitbestimmung (Wert 5).
Matrix 2.0 · 25 Felder
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
○
○
○
○
○
B · Finanzen
○
○
○
○
○
C · Verwaltung
○
○
-
○
○
D · Bürger:innen
○
○
--
○
--
E · Gesellschaft & Natur
○
○
--
○
○
++ stark fördernd+ fördernd○ neutral− widersprechend−− stark widerspr.
Programm-Treue pro Fraktion
SPD
WP 1/10
PP 2/10
AfD
WP 9/10
PP 9/10
CDU
A
WP 9/10
PP 8/10
BSW
WP 2/10
PP 0/10
Belege — SPD
„einsetzen, die Wildtierbestände in den kommenden Jahren dort spürbar abzusenken, wo es dem Schutz gefährdeter Arten, einer positiven Waldentwicklung und einer Verringerung von Wildschäden in der Landschaft zugutekommt."
✓ verifiziert
SPD Brandenburg Wahlprogramm 2024, S. 39
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Belege — CDU
„sobald rechtlich möglich, eine aktive Bestandsregulierung vornehmen - Sicherung des heimischen Wildbestandes gegenüber dem Wolf"
✓ verifiziert
CDU Brandenburg Wahlprogramm 2024, S. 46
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