Der Antrag fordert die strukturelle Verankerung des Konzepts 'sorgender Gemeinschaften' in Hamburgs Pflegeplanung, die kleinräumige Auswertung der sozialen Infrastruktur und regelmäßige Berichterstattung zu laufenden Modellvorhaben.
Stärkster Wert — Stärken
Klare Verankerung des Prinzips 'Wohnen bleiben im Quartier'; Integration von § 123 SGB XI-Modellvorhaben in die langfristige Rahmenplanung
Schwächster Wert — Schwächen
Keine konkrete Finanzierungs- oder Zeitplanung für die Etablierung sorgender Gemeinschaften; Keine Verankerung von Qualitätsstandards (z. B. Demenzkompetenz, LSBTIQ*-Sensibilität) im Antragstext
Redline-Vorschläge
Vorschlag 1 von 2
Die Modellprojekte
sollen
in Hamburg einen zentralen Beitrag zur Stärkung „sorgender Gemeinschaften“ leisten — als
rechtlich verankerten Bestandteil der pflegerischen Rahmenplanung
, unter besonderer Berücksichtigung von LSBTIQ*-Sensibilität, Demenzkompetenz und barrierefreiem Zugang.
Stärkt GWÖ-Felder D1 (Menschenwürde), D2 (Solidarität) und D4 (Soziale Gerechtigkeit) durch klare Verbindlichkeit, Inklusion und Rechtsanspruch.
Vorschlag 2 von 2
Ergänzend dazu
verpflichtet sich der Senat
, das elektronische Planungssystem „Cockpit Soziale Infrastruktur“ bis Ende 2027
so anzupassen
, dass eine kleinräumigere Betrachtung der pflegerischen Versorgungs- und Unterstützungsangebote
auf Stadtteilebene
möglich ist —
mit offener Zugänglichkeit für Fachplaner:innen, Träger und interessierte Bürger:innen
.
Erhöht Transparenz & Mitbestimmung (D5) durch Offenlegung und Partizipation, stärkt GWÖ-Treue durch konkrete Umsetzungsverpflichtung.
Bewertung
9.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Der Antrag fördert systematisch das Wohnen bleiben im Quartier für pflegebedürftige Menschen — ein zentrales Element sozialer Gerechtigkeit (D4), Solidarität (D2) und Menschenwürde (D1). Er stärkt bürgerschaftliche Mitverantwortung, vernetzt professionelle und ehrenamtliche Unterstützung und zielt auf eine kleinräumige, bedarfsgerechte Sozialplanung ab. Die Forderung nach Anpassung des 'Cockpit Soziale Infrastruktur' unterstützt Transparenz & Mitbestimmung (D5) und ermöglicht partizipative Steuerung. Kein Feld widerspricht GWÖ-Werten; mehrere Felder erhalten ++-Bewertungen.
Matrix 2.0 · 25 Felder
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
○
○
○
○
○
B · Finanzen
○
○
○
○
○
C · Verwaltung
○
○
○
○
○
D · Bürger:innen
++
++
○
+
+
E · Gesellschaft & Natur
○
○
+
○
○
++ stark fördernd+ fördernd○ neutral− widersprechend−− stark widerspr.
Programm-Treue pro Fraktion
SPD
A
WP 9/10
PP 9/10
GRÜNE
A
WP 9/10
PP 9/10
CDU
WP 5/10
PP 6/10
LINKE
WP 0/10
PP 0/10
AfD
WP 0/10
PP 0/10
Belege — SPD
„Wir wollen, dass auch sie in unserer Stadt den Respekt und die Angebote finden, die sie suchen und..."
✓ verifiziert
SPD Hamburg Wahlprogramm 2025, S. 36
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„Stadtteilentwicklung (RISE) sowie mit der Stiftung lebendige Nachbarschaften werden wir in den kommenden fünf Jahren weiterhin die Bildungs- und Jugendeinrichtungen, die Bürgerhäuser, das Wohnumfeld, die öffentlichen Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie die Versorgungsstrukturen in den Wohnquartieren weiterentwickeln und damit die nachbarschaftlichen Strukturen stärken und die Lebensqualität erhöhen."
✓ verifiziert
SPD Hamburg Wahlprogramm 2025, S. 14
· PDF öffnen
Belege — GRÜNE
„Hamburg fit im Alter Die Hamburger*innen werden immer älter: Bereits heute machen die über 65-Jährigen in vielen Stadtteilen Hamburgs rund 20 % der Bevölkerung aus, im Jahr 2035 wird das für fast alle Hamburger Stadtteile gelten. Deshalb haben wir uns auf den Weg gemacht, Hamburg altersfreundlich zu gestalten."
✓ verifiziert
Grüne Hamburg Regierungsprogramm 2025, S. 60
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„Wir wollen darauf hinwirken, dass das Personal in Krankenhäusern, insbesondere in Notaufnahmen, standardmäßig in der demenzsensiblen Pflege geschult wird, um Menschen mit Demenz einen menschenwürdigen Aufenthalt im Krankenhaus zu ermöglichen."
✓ verifiziert
Grüne Hamburg Regierungsprogramm 2025, S. 62
· PDF öffnen