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HH · Drs. 23/3726 · Antrag · eingebracht 08.04.2026

Wohnen bleiben im Quartier – auch bei Pflegebedürftigkeit. Sorgende Gemeinschaften stärken und sektorenübergreifende Ansätze erproben.

Zusammenfassung

Der Antrag fordert die strukturelle Verankerung des Konzepts 'sorgender Gemeinschaften' in Hamburgs Pflegeplanung, die kleinräumige Auswertung der sozialen Infrastruktur und regelmäßige Berichterstattung zu laufenden Modellvorhaben.

Stärkster Wert — Stärken

Klare Verankerung des Prinzips 'Wohnen bleiben im Quartier'; Integration von § 123 SGB XI-Modellvorhaben in die langfristige Rahmenplanung

Schwächster Wert — Schwächen

Keine konkrete Finanzierungs- oder Zeitplanung für die Etablierung sorgender Gemeinschaften; Keine Verankerung von Qualitätsstandards (z. B. Demenzkompetenz, LSBTIQ*-Sensibilität) im Antragstext

Redline-Vorschläge

Vorschlag 1 von 2
Die Modellprojekte sollen in Hamburg einen zentralen Beitrag zur Stärkung „sorgender Gemeinschaften“ leisten — als rechtlich verankerten Bestandteil der pflegerischen Rahmenplanung , unter besonderer Berücksichtigung von LSBTIQ*-Sensibilität, Demenzkompetenz und barrierefreiem Zugang.

Stärkt GWÖ-Felder D1 (Menschenwürde), D2 (Solidarität) und D4 (Soziale Gerechtigkeit) durch klare Verbindlichkeit, Inklusion und Rechtsanspruch.

Vorschlag 2 von 2
Ergänzend dazu verpflichtet sich der Senat , das elektronische Planungssystem „Cockpit Soziale Infrastruktur“ bis Ende 2027 so anzupassen , dass eine kleinräumigere Betrachtung der pflegerischen Versorgungs- und Unterstützungsangebote auf Stadtteilebene möglich ist — mit offener Zugänglichkeit für Fachplaner:innen, Träger und interessierte Bürger:innen .

Erhöht Transparenz & Mitbestimmung (D5) durch Offenlegung und Partizipation, stärkt GWÖ-Treue durch konkrete Umsetzungsverpflichtung.

Bewertung
Uneingeschränkt unterstützen Der Antrag fördert systematisch das Wohnen bleiben im Quartier für pflegebedürftige Menschen — ein zentrales Element sozialer Gerechtigkeit (D4), Solidarität (D2) und Menschenwürde (D1). Er stärkt bürgerschaftliche Mitverantwortung, vernetzt professionelle und ehrenamtliche Unterstützung und zielt auf eine kleinräumige, bedarfsgerechte Sozialplanung ab. Die Forderung nach Anpassung des 'Cockpit Soziale Infrastruktur' unterstützt Transparenz & Mitbestimmung (D5) und ermöglicht partizipative Steuerung. Kein Feld widerspricht GWÖ-Werten; mehrere Felder erhalten ++-Bewertungen.

Matrix 2.0 · 25 Felder

Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
++
++
+
+
E · Gesellschaft & Natur
+

Programm-Treue pro Fraktion

SPD A
WP 9/10 PP 9/10
GRÜNE A
WP 9/10 PP 9/10
CDU
WP 5/10 PP 6/10
LINKE
WP 0/10 PP 0/10
AfD
WP 0/10 PP 0/10

Belege — SPD

„Wir wollen, dass auch sie in unserer Stadt den Respekt und die Angebote finden, die sie suchen und..."
✓ verifiziert SPD Hamburg Wahlprogramm 2025, S. 36 · PDF öffnen
„Stadtteilentwicklung (RISE) sowie mit der Stiftung lebendige Nachbarschaften werden wir in den kommenden fünf Jahren weiterhin die Bildungs- und Jugendeinrichtungen, die Bürgerhäuser, das Wohnumfeld, die öffentlichen Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie die Versorgungsstrukturen in den Wohnquartieren weiterentwickeln und damit die nachbarschaftlichen Strukturen stärken und die Lebensqualität erhöhen."
✓ verifiziert SPD Hamburg Wahlprogramm 2025, S. 14 · PDF öffnen

Belege — GRÜNE

„Hamburg fit im Alter Die Hamburger*innen werden immer älter: Bereits heute machen die über 65-Jährigen in vielen Stadtteilen Hamburgs rund 20 % der Bevölkerung aus, im Jahr 2035 wird das für fast alle Hamburger Stadtteile gelten. Deshalb haben wir uns auf den Weg gemacht, Hamburg altersfreundlich zu gestalten."
✓ verifiziert Grüne Hamburg Regierungsprogramm 2025, S. 60 · PDF öffnen
„Wir wollen darauf hinwirken, dass das Personal in Krankenhäusern, insbesondere in Notaufnahmen, standardmäßig in der demenzsensiblen Pflege geschult wird, um Menschen mit Demenz einen menschenwürdigen Aufenthalt im Krankenhaus zu ermöglichen."
✓ verifiziert Grüne Hamburg Regierungsprogramm 2025, S. 62 · PDF öffnen
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