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SH · Drs. 20/4317 · Antrag · eingebracht 09.04.2026

Klimageld jetzt einführen - Bürgerinnen und Bürger entlasten, soziale Balance bei steigenden CO?-Preisen sichern

Zusammenfassung

Der SSW fordert die Landesregierung auf, sich bundesweit für ein flächendeckendes, unbürokratisches Klimageld einzusetzen, um die regressive Wirkung der CO₂-Bepreisung auf einkommensschwache und ländliche Haushalte auszugleichen.

Stärkster Wert — Stärken

Klare Verbindung von Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit; Fokus auf vulnerable Gruppen (ländlicher Raum, niedrige Einkommen)

Schwächster Wert — Schwächen

Keine landesspezifische Umsetzungsstrategie (z. B. Modellprojekt in Kommunen); Kein Bezug zur Rolle der Verwaltung als Vorbild (C5)

Redline-Vorschläge

Vorschlag 1 von 2
Der Landtag wolle beschließen: Der schleswig-holsteinische Landtag fordert die Landesregierung dazu auf, sich im Rahmen einer Bundesratsinitiative dafür einzusetzen, dass mindestens 80 % der Einnahmen aus der CO₂-Bepreisung als unbürokratisches, individuelles Klimageld monatlich an alle Einwohner:innen Schleswig-Holsteins zurückgegeben werden — mit besonderer Berücksichtigung ländlicher Haushalte und einkommensschwacher Gruppen .

Stärkt die GWÖ-Kriterien D4 (soziale Gerechtigkeit) und D1 (Menschenwürde) durch klare Quantifizierung, Unbürokratie und Zielgruppenspezifität — vermeidet Risiko einer symbolischen oder selektiven Umsetzung.

Vorschlag 2 von 2
Ein sozialer Ausgleich dieser Mehrbelastungen ist bislang nicht erfolgt. Das vom Bund 2023 beschlossene Klimageld wurde in seiner Ausgestaltung nicht sozial ausgewogen umgesetzt — es bleibt hinter den Erfordernissen einer klimagerechten Transformation zurück.

Verknüpft den Antrag mit aktueller Realität und unterstreicht die Notwendigkeit einer *landesspezifischen*, gemeinwohlorientierten Nachbesserung (D4, E4), statt pauschaler Kritik.

Bewertung
Uneingeschränkt unterstützen Der Antrag verbindet ökologische Lenkung (CO₂-Bepreisung) mit sozialer Gerechtigkeit durch direkte Rückführung an Bürger:innen — ein zentrales Prinzip der Gemeinwohl-Ökonomie. Er adressiert explizit die regressiven Effekte klimapolitischer Instrumente (D4, D1) und stärkt Transparenz & Mitbestimmung durch soziale Akzeptanzsicherung (D5). Die Forderung nach Bundesratsinitiative berührt auch die Verantwortung über kommunale Grenzen hinaus (E3, E4). Kein Feld widerspricht GWÖ-Werten; alle Berührungen sind fördernd.

Matrix 2.0 · 25 Felder

Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
++
++
++
E · Gesellschaft & Natur
+
+

Programm-Treue pro Fraktion

CDU
WP 7/10 PP 6/10
GRÜNE
WP 9/10 PP 8/10
SPD
WP 0/10 PP 0/10
FDP
WP 0/10 PP 0/10
SSW A
WP 10/10 PP 0/10

Belege — CDU

„Wir setzen auf eine sozial verträgliche Wärme- wende mit gezielten Förderungen und wirtschaftlicher Innovation, verbunden mit der Rückgabe der CO₂-Bepreisung an die Bürgerinnen und Bürger."
✓ verifiziert CDU Schleswig-Holstein Wahlprogramm 2022, S. 91 · PDF öffnen

Belege — GRÜNE

„Die Kosten des Übergangs sollen gerecht und solidarisch getragen werden. Dem Staat kommt hier eine relevante Aufgabe zu."
✓ verifiziert Grüne Grundsatzprogramm 2020, S. 31 · PDF öffnen
„Die Wärmewende muss mit wirksamem Mieter*innenschutz und gezielter Förderung einhergehen, damit niemand durch die notwendige Energiewende in der Wärmeversorgung in soziale Schwierigkeiten gerät."
✓ verifiziert Grüne Schleswig-Holstein Wahlprogramm 2022, S. 125 · PDF öffnen

Belege — SSW

„Mieterhaushalte, besonders mit schwächerem Einkommen, profitieren hingegen kaum von der Energiewende, müssen sie aber über steigende Steuern und Energiepreise mitfinanzieren. Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch kontraproduktiv."
✓ verifiziert SSW Schleswig-Holstein Wahlprogramm 2022, S. 3 · PDF öffnen
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