Klassische Ansicht Methodik Quellen

← Zurück zur Übersicht

NRW · Drs. 18/18095 · Antrag · eingebracht 11.03.2026

Verbrechen ahnden – Strafmündigkeit reformieren

Zusammenfassung

Die AfD-Fraktion fordert die Absenkung der Strafmündigkeit von 14 auf 12 Jahre, um schwerste Gewalttaten durch Kinder strafrechtlich verfolgen zu können, und verweist auf internationale Modelle sowie steigende Kriminalitätszahlen.

Stärkster Wert — Stärken

Internationale Vergleichsstudie gefordert; Bezug zur polizeilichen Kriminalstatistik

Schwächster Wert — Schwächen

Keine Berücksichtigung struktureller Ursachen; Fehlende Einbindung von Jugendlichen und Fachkräften

Redline-Vorschläge

Vorschlag 1 von 3
Damit wird die individuelle Reifeprüfung nach § 3 JGG bereits ab 12 Jahren ermöglicht , wobei die Entscheidung über die Anwendung des Jugendstrafrechts ausschließlich auf pädagogisch-psychologischer Gutachtengrundlage erfolgt — ohne pauschale Absenkung der Altersgrenze .

Stärkt Menschenwürde (D1) und soziale Gerechtigkeit (D4) durch Reifeorientierung statt Altersdiskriminierung; entspricht GWÖ-Matrixfeld D1++ und D4+

Vorschlag 2 von 3
Es geht um die Stärkung kommunaler Präventionsnetzwerke , die Ausweitung von Schulsozialarbeit , die Etablierung von Jugendparlamenten und die systematische Evaluation bestehender Hilfsangebotestatt rein repressiver Grenzziehung .

Fördert Solidarität (D2), Transparenz & Mitbestimmung (D5) und ökologische Nachhaltigkeit (E3) durch langfristige, ressourcenschonende Prävention; entspricht GWÖ-Matrixfeld D2+ und D5+

Vorschlag 3 von 3
Die CSU-Landesgruppe hat [...] zentrale Leitlinien für ihr politisches Handeln in den kommenden Monaten festgelegt. Bereits vor Beginn der Klausur wurden mehrere Beschlussvorlagen öffentlich, die insbesondere eine Reform des Jugendhilferechts betrafen — mit Fokus auf interdisziplinäre Fallkonferenzen, geschlossene pädagogisch-therapeutische Einrichtungen und Qualifizierung von Fachkräften .

Stärkt soziale Gerechtigkeit (D4) und Transparenz & Mitbestimmung (D5) durch professionelle, nicht-stigmatisierende Intervention; entspricht GWÖ-Matrixfeld D4+ und D5+

Bewertung
Ablehnen Der Antrag widerspricht zentralen GWÖ-Werten: Er untergräbt Menschenwürde (A1, D1) durch strafrechtliche Instrumentalisierung von Kindern, verletzt Solidarität (D2) durch Sanktionslogik statt gesellschaftlicher Verantwortung, ignoriert soziale Gerechtigkeit (D4) durch fehlende Berücksichtigung struktureller Benachteiligung und schwächt Transparenz & Mitbestimmung (D5) durch Ausklammerung partizipativer Präventionsansätze. Die Fokussierung auf Repression statt systemischer Ursachenanalyse steht im Widerspruch zur Gemeinwohl-Matrix.

Matrix 2.0 · 25 Felder

Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
--
--
--
-
E · Gesellschaft & Natur

Programm-Treue pro Fraktion

CDU
WP 7/10 PP 6/10
SPD
WP 1/10 PP 1/10
GRÜNE
WP 0/10 PP 0/10
FDP
WP 3/10 PP 2/10
AfD A
WP 10/10 PP 10/10

Belege — CDU

„Die Strafverfolgung benötigt ausreichend Zeit und Raum, um über Zuständigkeitsgrenzen hinaus das Dunkelfeld aufzuhellen."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 21 · PDF öffnen

Belege — GRÜNE

„Ein humaner Strafvollzug ist Prüfstein für ein demokratisches Gemeinwesen, das Freiheit und Würde seiner Bürger*innen achtet."
✓ verifiziert Grüne Grundsatzprogramm 2020, S. 82 · PDF öffnen

Belege — AfD

„Nordrhein-Westfalen weist zusammen mit Sachsen-Anhalt und dem Saarland seit Jahren die höchste Kriminalitätsrate unter den Flächenstaaten der Bundesrepublik auf."
✓ verifiziert AfD NRW Wahlprogramm 2022, S. 7 · PDF öffnen
„Die AfD fordert, dem Schutz der Bürger vor einwanderungsbedingter Kriminalität oberste Priorität einzuräumen."
✓ verifiziert AfD Grundsatzprogramm 2016, S. 65 · PDF öffnen
PDF-Bericht JSON-Export Permalink
Bewertung treffend?
Teilen
Bewertungs-Historie
Lade…

Kommentare

Lade…