NRW
· Drs. 18/18092
· Antrag
· eingebracht 13.03.2026
Kinderschutz ernstnehmen – sexuelle Bildung in NRW unabhängig aufarbeiten!
Zusammenfassung
Die AfD-Fraktion fordert eine unabhängige Aufarbeitung der sexualpädagogischen Konzepte in NRW-Kitas, unter Berufung auf angebliche ideengeschichtliche Verbindungen zu Helmut Kentler und einen besorgniserregenden Anstieg von Übergriffen.
Stärkster Wert — Stärken
Fokus auf steigende Gewaltzahlen; Hinweis auf Personalmangel
Schwächster Wert — Schwächen
Pauschale Gleichsetzung mit Kentler; Fehlende Differenzierung zwischen Theorie und Praxis
Redline-Vorschläge
Vorschlag 1 von 3
Das aktuelle sexualpädagogische Konzept
orientiert sich an evidenzbasierten, kindzentrierten Standards der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der UN-Kinderrechtskonvention
— es ist
ausdrücklich nicht mit den verurteilten Theorien Helmut Kentlers identisch
, die in der Bundesrepublik seit den 1990er Jahren durch klare ethische und rechtliche Grenzen zurückgewiesen wurden.
Vermeidet falsche historische Gleichsetzung, stärkt Vertrauen in fachliche Standards (GWÖ: D1, D4)
Vorschlag 2 von 3
sämtliche Bildungspläne und Handlungsempfehlungen
im Dialog mit Fachkräften, Elternvertreter:innen und unabhängigen Kinderschutzexpert:innen
dahingehend zu evaluieren, ob sie dem Vorrang des Kindeswohls und einem
klaren, partizipativen, grenzwahrenden Schutzkonzept
gerecht werden
Erschließt Mitbestimmung & Transparenz (GWÖ: E5, D5), statt top-down-Verdächtigung
Vorschlag 3 von 3
sicherzustellen, dass Präventions- und Schutzkonzepte
auf der Grundlage wissenschaftlicher Evidenz, internationaler Kinderrechtsstandards und partizipativer Fachdiskurse
entwickelt und umgesetzt werden —
ohne pauschale Ausschlusskriterien aufgrund historischer Verbindungen
Stärkt Solidarität & Fachlichkeit (GWÖ: B2, C3), vermeidet Diskriminierung von Fachkräften
Bewertung
Ablehnen
Der Antrag widerspricht fundamental den GWÖ-Werten Menschenwürde, Solidarität und Transparenz & Mitbestimmung. Er instrumentalisiert Kinderschutz zur Stigmatisierung von Sexualpädagogik, unterstellt ideologische Kontinuität zur Pädosexuellenbewegung ohne Beleg und lehnt partizipative, kindzentrierte Konzepte ab. Die pauschale Kritik an 'sexueller Bildung' ignoriert die evidenzbasierte, grenzwahrende Praxis der meisten Kitas und verletzt das Recht von Kindern auf altersgerechte Aufklärung (D1, D4). Die Forderung nach einer 'unabhängigen Aufarbeitung' zielt nicht auf gemeinsame Lösungen, sondern auf Diskreditierung und Ausgrenzung fachlicher Akteur:innen (E3, C3).
Matrix 2.0 · 25 Felder
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
-
○
○
○
○
B · Finanzen
○
○
○
○
○
C · Verwaltung
○
○
--
○
○
D · Bürger:innen
--
○
○
--
○
E · Gesellschaft & Natur
○
○
--
○
○
Programm-Treue pro Fraktion
CDU
WP 3/10
PP 2/10
SPD
WP 0/10
PP 0/10
GRÜNE
WP 0/10
PP 0/10
FDP
WP 2/10
PP 1/10
AfD
A
WP 9/10
PP 9/10
Belege — AfD
„Leistungsbereitschaft und Disziplin sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Wissensvermittlung. Die Erziehung der Schüler dazu ist in erster Linie Aufgabe der Eltern."
✓ verifiziert
AfD Grundsatzprogramm 2016, S. 54
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„Nur die fachliche Autorität des Lehrers kann den Lernerfolg gewährleisten Die Leitlinien der Pädagogik in NRW sehen Lehrer vorrangig als Moderatoren von Lernprozessen und weniger als fachliche Autorität."
✓ verifiziert
AfD NRW Wahlprogramm 2022, S. 13
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Bewertungs-Historie
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