Die AfD-Fraktion fordert einen pauschalen Mindestabstand von 1.000 Metern für Windenergieanlagen zu allen Infrastrukturen und Bebauung – begründet mit Unfallrisiken, Infraschall, Mikroplastik und Wertminderung.
Stärkster Wert — Stärken
Bezug zu konkreten Unfallereignissen; Hinweis auf rechtliche Grundlage (BImSchG)
Schwächster Wert — Schwächen
Pauschale 1000-m-Regel ohne Risiko-Differenzierung; Ignorieren des Klimaschutz-Auftrags
Redline-Vorschläge
Vorschlag 1 von 3
sicherzustellen, dass die Errichtung und der Betrieb von Windindustrieanlagen
unter Berücksichtigung standortspezifischer Risikoanalysen, technischer Fortschritte und neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse
zum Schutz vor Unfällen
differenzierte, evidenzbasierte Abstandsregelungen
vorsehen, die sowohl die Sicherheit von Menschen und Infrastruktur als auch die dringend erforderliche Energiewende gewährleisten;
Ersetzt pauschale Blockade durch GWÖ-konforme, risikobasierte, transparente und solidarische Regelung – stärkt Wert 3 (Ökologische Nachhaltigkeit) und Wert 5 (Transparenz & Mitbestimmung)
Vorschlag 2 von 3
ein
unabhängiges, interdisziplinäres Gutachten
in Auftrag zu geben, das
neben mechanischen Risiken auch Infraschall, Mikroplastikemissionen, PFAS-Freisetzung, Wertminderung und Klimaschutzpotenzial
vergleichend bewertet – unter Einbeziehung von Bürger:innen, Kommunen und Fachexpert:innen;
Stärkt Wert 5 (Transparenz & Mitbestimmung) und Wert 2 (Solidarität) durch partizipative, ganzheitliche Risikoabwägung statt selektiver Fokussierung auf Einzelrisiken
Vorschlag 3 von 3
die Errichtung und der Betrieb von Windindustrieanlagen
erfordert eine standortspezifische, wissenschaftlich fundierte Risikoabschätzung
, um
Menschen, Infrastruktur und natürliche Lebensgrundlagen gleichermaßen zu schützen – insbesondere vor den existenziellen Gefahren der Klimakrise
;
Verknüpft lokale Sicherheitsbelange mit dem übergeordneten Gemeinwohlziel Klimaschutz (Wert 3 und E5), korrigiert reduktionistische Problemwahrnehmung
Bewertung
2.0/10
Ablehnen
Der Antrag fordert pauschal 1.000-Meter-Abstände für Windenergieanlagen zu allen Infrastrukturen und Bebauung – ohne Differenzierung nach Risiko, Standort oder Technik. Damit widerspricht er fundamental der GWÖ-Werte Solidarität (Wert 2), Ökologische Nachhaltigkeit (Wert 3) und Soziale Gerechtigkeit (Wert 4), da er den Ausbau erneuerbarer Energien blockiert, Klimaschutz behindert und sozialökologische Transformation untergräbt. Er ignoriert die Gemeinwohl-Dimension von Klimaschutz als Voraussetzung für zukünftige Lebensgrundlagen (E5) und verletzt Transparenz & Mitbestimmung (Wert 5), indem er technisch nicht fundierte Sicherheitsbehauptungen über Gutachten stellt, ohne partizipative Risikoabwägung.
Matrix 2.0 · 25 Felder
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
○
○
○
○
○
B · Finanzen
○
○
○
○
○
C · Verwaltung
○
○
○
○
○
D · Bürger:innen
○
○
--
--
○
E · Gesellschaft & Natur
○
○
--
○
○
++ stark fördernd+ fördernd○ neutral− widersprechend−− stark widerspr.
Programm-Treue pro Fraktion
CDU
WP 6/10
PP 7/10
SPD
WP 1/10
PP 1/10
GRÜNE
WP 0/10
PP 0/10
FDP
WP 4/10
PP 5/10
AfD
A
WP 10/10
PP 9/10
Belege — CDU
„Windkraft: Ja, aber mit Abstandsregelungen (1000m)"
✓ verifiziert
CDU NRW 2022: "NRW. Gemeinsam. Gestalten.", Umwelt & Klima
Belege — GRÜNE
„Wir werden pauschale Mindestabstände zu Wohnbebauungen für neue Windenergieanlagen abschaffen."
✓ verifiziert
Grüne NRW Wahlprogramm 2022, S. 10
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Belege — FDP
„Eine ideologisch geleitete Verbotspolitik, die bestimmte Verkehrsmittel bevorzugt oder diskriminiert, lehnt die AfD ab."
✓ verifiziert
AfD NRW Wahlprogramm 2022, S. 46
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Belege — AfD
„Keine Subventionierung von Windkraft, Photovoltaik und Biogas Eine Subventionierung der Energieproduktion durch Windkraft, Photovoltaik und Biogas oder Holz lehnen wir ebenso ab wie den „Green D..."
✓ verifiziert
AfD NRW Wahlprogramm 2022, S. 43
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