Der Antrag fordert die rechtliche Prüfung einer Enteignung der Schiller-Oper in St. Pauli, um das gefährdete Denkmal vor dem Verfall zu retten und es einer gemeinwohlorientierten, kulturellen Nutzung zuzuführen.
Stärkster Wert — Stärken
Klare Verankerung im Gemeinwohl- und Verfassungsrecht; Historisch fundierte Argumentation mit sozialer Dimension
Schwächster Wert — Schwächen
Keine konkrete Beteiligungsform für die Zivilgesellschaft genannt; Kein Bezug zur Klima- und Ressourceneffizienz der Sanierung
Redline-Vorschläge
Vorschlag 1 von 2
zu prüfen, ob und wie die Schiller-Oper und das brachliegende Grundstück
unter Beteiligung der Schiller-Oper-Initiative, des Denkmalvereins Hamburg und der St. Pauli-Bewohner*innen
in das Eigentum der Freien und Hansestadt Hamburg überführt werden können,
mit dem Ziel einer gemeinwohlorientierten, kulturell vielfältigen und barrierefreien Nutzung
, und welche Schritte hierfür notwendig sind.
Stärkt Transparenz & Mitbestimmung (D5) und Soziale Gerechtigkeit (D4) durch explizite Bürgerbeteiligung und klare gemeinwohlorientierte Zielsetzung.
Vorschlag 2 von 2
Die Prüfung und Nutzung dieser und anderer rechtlichen Möglichkeiten ist auch sinnvoll mit Blick auf andere Fälle in unserer Stadt,
insbesondere bei Denkmälern mit historischer Verbindung zu NS-Geschichte, Zwangsarbeit oder Migration
, wo der Verfall systematisch die Erinnerungskultur untergräbt.
Verknüpft das Vorhaben mit Menschenwürde (D1) und historischer Verantwortung – ergänzt den historischen Kontext (Italienische Internierte, Gastarbeiter*innen, Geflüchtete) und bezieht sich auf SPD-Wahlprogramm S. 40 ('NS-Vergangenheit') und GRÜNE S. 133 ('Tag der Befreiung').
Bewertung
9.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Der Antrag verankert den Erhalt eines kulturellen Denkmals als Gemeinwohl-Aufgabe, stärkt soziale Teilhabe durch öffentliche Nutzungsperspektiven und verbindet Denkmalschutz mit ökologischer Verantwortung (Brachflächenentwicklung). Er berührt zentral die Werte Solidarität (D2), Soziale Gerechtigkeit (D4), Ökologische Nachhaltigkeit (D3/E3) und Transparenz & Mitbestimmung (D5), wobei die Forderung nach städtischer Übernahme und partizipativer Nutzungsentwicklung stark fördernd ist. Einzig das Feld A1 (Ausgelagerte Betriebe) bleibt neutral, da keine konkrete Lieferketten- oder Vergabepolitik thematisiert wird.
Matrix 2.0 · 25 Felder
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
○
○
○
○
○
B · Finanzen
○
○
○
○
○
C · Verwaltung
○
○
○
○
○
D · Bürger:innen
++
++
++
++
+
E · Gesellschaft & Natur
○
○
+
○
○
++ stark fördernd+ fördernd○ neutral− widersprechend−− stark widerspr.
Programm-Treue pro Fraktion
SPD
WP 7/10
PP 8/10
CDU
WP 3/10
PP 2/10
GRÜNE
WP 8/10
PP 8/10
LINKE
A
WP 10/10
PP 9/10
AfD
WP 0/10
PP 0/10
Belege — SPD
„den bereits begonnenen Sanierungsvorhaben im Museum für Hamburgische Geschichte, den Deichtorhallen und der Laeiszhalle werden wir auch die Sanierung von Kampnagel und MARKK umsetzen."
✓ verifiziert
SPD Hamburg Wahlprogramm 2025, S. 40
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„Hamburg vereint, was eine erfolgreiche Metropole ausmacht: Tradition und Zukunft, starke Wirtschaft und Klimaschutz, Sicherheit, persönliche Freiheit und ein solidarisches Miteinander."
✓ verifiziert
SPD Hamburg Wahlprogramm 2025, S. 2
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Belege — GRÜNE
„Kultur ist von unschätzbarem Wert für unsere Gesellschaft. Kunst und Kultur sind „Grundnahrungsmittel“ einer demokratischen, toleranten Gesellschaft."
✓ verifiziert
Grüne Hamburg Regierungsprogramm 2025, S. 71
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Belege — LINKE
„Die SAGA wird in ein gemeinwohlorientiertes Unternehmen umgebaut, das Einnahmen und Gewinne für Instandhaltung und Neubau nutzt."
✓ verifiziert
DIE LINKE Hamburg Wahlprogramm 2025, S. 4
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„bestehende Angebote absichern und neue moderne quartiersnahe Bücherhallen anbieten • Mehr Diversität in der Hamburger Kultur: Entwicklung einer Diversitätsstrategie und als Sofortmaßnahme Einführung eines Fonds für kulturelle Vielfalt • Jeder Stadtteil braucht öffentliche Tanzflächen als niedrigschwellige und barrierefreie Möglichkeit für alle, an K..."
✓ verifiziert
DIE LINKE Hamburg Wahlprogramm 2025, S. 18
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