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HH · Drs. 23/3734 · Antrag · eingebracht 08.04.2026

Schiller-Oper enteignen! Für eine Entwicklung des Denkmals und des Grundstücks im Sinne des Gemeinwohls

Zusammenfassung

Der Antrag fordert die rechtliche Prüfung einer Enteignung der Schiller-Oper in St. Pauli, um das gefährdete Denkmal vor dem Verfall zu retten und es einer gemeinwohlorientierten, kulturellen Nutzung zuzuführen.

Stärkster Wert — Stärken

Klare Verankerung im Gemeinwohl- und Verfassungsrecht; Historisch fundierte Argumentation mit sozialer Dimension

Schwächster Wert — Schwächen

Keine konkrete Beteiligungsform für die Zivilgesellschaft genannt; Kein Bezug zur Klima- und Ressourceneffizienz der Sanierung

Redline-Vorschläge

Vorschlag 1 von 2
zu prüfen, ob und wie die Schiller-Oper und das brachliegende Grundstück unter Beteiligung der Schiller-Oper-Initiative, des Denkmalvereins Hamburg und der St. Pauli-Bewohner*innen in das Eigentum der Freien und Hansestadt Hamburg überführt werden können, mit dem Ziel einer gemeinwohlorientierten, kulturell vielfältigen und barrierefreien Nutzung , und welche Schritte hierfür notwendig sind.

Stärkt Transparenz & Mitbestimmung (D5) und Soziale Gerechtigkeit (D4) durch explizite Bürgerbeteiligung und klare gemeinwohlorientierte Zielsetzung.

Vorschlag 2 von 2
Die Prüfung und Nutzung dieser und anderer rechtlichen Möglichkeiten ist auch sinnvoll mit Blick auf andere Fälle in unserer Stadt, insbesondere bei Denkmälern mit historischer Verbindung zu NS-Geschichte, Zwangsarbeit oder Migration , wo der Verfall systematisch die Erinnerungskultur untergräbt.

Verknüpft das Vorhaben mit Menschenwürde (D1) und historischer Verantwortung – ergänzt den historischen Kontext (Italienische Internierte, Gastarbeiter*innen, Geflüchtete) und bezieht sich auf SPD-Wahlprogramm S. 40 ('NS-Vergangenheit') und GRÜNE S. 133 ('Tag der Befreiung').

Bewertung
Uneingeschränkt unterstützen Der Antrag verankert den Erhalt eines kulturellen Denkmals als Gemeinwohl-Aufgabe, stärkt soziale Teilhabe durch öffentliche Nutzungsperspektiven und verbindet Denkmalschutz mit ökologischer Verantwortung (Brachflächenentwicklung). Er berührt zentral die Werte Solidarität (D2), Soziale Gerechtigkeit (D4), Ökologische Nachhaltigkeit (D3/E3) und Transparenz & Mitbestimmung (D5), wobei die Forderung nach städtischer Übernahme und partizipativer Nutzungsentwicklung stark fördernd ist. Einzig das Feld A1 (Ausgelagerte Betriebe) bleibt neutral, da keine konkrete Lieferketten- oder Vergabepolitik thematisiert wird.

Matrix 2.0 · 25 Felder

Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
++
++
++
++
+
E · Gesellschaft & Natur
+

Programm-Treue pro Fraktion

SPD
WP 7/10 PP 8/10
CDU
WP 3/10 PP 2/10
GRÜNE
WP 8/10 PP 8/10
LINKE A
WP 10/10 PP 9/10
AfD
WP 0/10 PP 0/10

Belege — SPD

„den bereits begonnenen Sanierungsvorhaben im Museum für Hamburgische Geschichte, den Deichtorhallen und der Laeiszhalle werden wir auch die Sanierung von Kampnagel und MARKK umsetzen."
✓ verifiziert SPD Hamburg Wahlprogramm 2025, S. 40 · PDF öffnen
„Hamburg vereint, was eine erfolgreiche Metropole ausmacht: Tradition und Zukunft, starke Wirtschaft und Klimaschutz, Sicherheit, persönliche Freiheit und ein solidarisches Miteinander."
✓ verifiziert SPD Hamburg Wahlprogramm 2025, S. 2 · PDF öffnen

Belege — GRÜNE

„Kultur ist von unschätzbarem Wert für unsere Gesellschaft. Kunst und Kultur sind „Grundnahrungsmittel“ einer demokratischen, toleranten Gesellschaft."
✓ verifiziert Grüne Hamburg Regierungsprogramm 2025, S. 71 · PDF öffnen

Belege — LINKE

„Die SAGA wird in ein gemeinwohlorientiertes Unternehmen umgebaut, das Einnahmen und Gewinne für Instandhaltung und Neubau nutzt."
✓ verifiziert DIE LINKE Hamburg Wahlprogramm 2025, S. 4 · PDF öffnen
„bestehende Angebote absichern und neue moderne quartiersnahe Bücherhallen anbieten • Mehr Diversität in der Hamburger Kultur: Entwicklung einer Diversitätsstrategie und als Sofortmaßnahme Einführung eines Fonds für kulturelle Vielfalt • Jeder Stadtteil braucht öffentliche Tanzflächen als niedrigschwellige und barrierefreie Möglichkeit für alle, an K..."
✓ verifiziert DIE LINKE Hamburg Wahlprogramm 2025, S. 18 · PDF öffnen
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