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BUND · Drs. 21/4763 · Antrag · eingebracht 17.03.2026

zu der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union für die Jahre 2028 bis 2034 hier: Stellungnahme gegenüber der Bundesregierung gemäß Artikel 23 Absatz 3 des Grundgesetzes Höfe stärken, Klima schützen, Artenvielfalt bewahren und Europa zusammenführen

Zusammenfassung

Der Antrag fordert eine grundlegende Neuausrichtung der EU-Gemeinsamen Agrarpolitik hin zu einer gemeinwohlorientierten, ökologisch ambitionierten und sozial gerechten Förderlogik, die öffentliche Gelder ausschließlich für gesellschaftlich erwünschte Leistungen einsetzt.

Stärkster Wert — Stärken

Konsequente Umsetzung des Prinzips 'öffentliche Gelder für öffentliche Leistungen'; Systematische Verknüpfung von Klima-, Arten- und Sozialschutz

Schwächster Wert — Schwächen

Keine konkrete Finanzierungsstrategie für den AUKA-Ausbau; Unklare Umsetzungsverantwortung zwischen EU, Bund und Ländern

Redline-Vorschläge

Vorschlag 1 von 3
Pauschale Flächenprämien der GAP müssen bis 2030 vollständig auslaufen und durch eine zeitlich gestaffelte, sozialverträgliche Umstellung auf eine vollständige Honorierung von Umwelt-, Klima- und Tierschutzleistungen ersetzt werden.

Stärkt die GWÖ-Dimension 'Soziale Gerechtigkeit' (D4) durch Planungssicherheit für bäuerliche Betriebe und vermeidet abrupte Strukturbrüche.

Vorschlag 2 von 3
Das Mindestbudget für Umwelt-, Klima- und Tierschutzmaßnahmen (AUKA) muss ab 2028 bei mindestens 70 % des GAP-Budgets starten , bis 2032 auf 85 % steigen und bis 2034 auf 90 % ausgebaut werden , um die GWÖ-Zielsetzung 'Ökologische Nachhaltigkeit' (D3) systematisch einzulösen.

Verankert klare, messbare Meilensteine für die ökologische Transformation — entspricht GWÖ-Matrixfeld D3 (++).

Vorschlag 3 von 3
Die neue Ausgestaltung der GAP muss die Ziele der EU-Wiederherstellungsverordnung nicht nur 'unterstützen', sondern aktiv umsetzen — insbesondere durch verbindliche nationale Umsetzungspläne mit Monitoring und Sanktionsmechanismen .

Stärkt 'Transparenz & Mitbestimmung' (D5) und 'Rechtsstaatsprinzip' (D1) durch Rechtsverbindlichkeit und Kontrollierbarkeit.

Bewertung
Uneingeschränkt unterstützen Der Antrag verankert das Prinzip 'öffentliche Gelder für öffentliche Leistungen' konsequent in allen fünf Werten der GWÖ-Matrix: Menschenwürde (D1) durch faire Einkommensstützung und Geschlechtergerechtigkeit; Solidarität (D2/B2) durch Umverteilung zugunsten kleiner Betriebe und ländlicher Räume; Ökologische Nachhaltigkeit (D3/E3) durch Klima-, Arten- und Bodenschutz als zentrale Förderziele; Soziale Gerechtigkeit (D4) durch gezielte Förderung von Frauen, Junglandwirten und Familienbetrieben; Transparenz & Mitbestimmung (D5/C5) durch partizipative Strukturen wie Gruppenanträge und Markttransparenz. Kein Feld weist einen negativen Ratingwert auf.

Matrix 2.0 · 25 Felder

Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
++
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
++
++
++
++
++
E · Gesellschaft & Natur
++

Programm-Treue pro Fraktion

CDU
WP 5/10 PP 6/10
CSU
WP 0/10 PP 0/10
AfD
WP 0/10 PP 0/10
SPD
WP 7/10 PP 7/10
GRÜNE A
WP 9/10 PP 9/10
LINKE
WP 0/10 PP 0/10
BSW
WP 0/10 PP 0/10
FDP
WP 3/10 PP 2/10
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