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NI · Drs. 19/10434 · Antrag · eingebracht 21.04.2026

Zukunftssichere Lehrkräfteausbildung gestalten - den Vorbereitungsdienst stärker auf schulpraktische Anforderungen der inklusiven Schule ausrichten!

Zusammenfassung

Der Antrag fordert eine umfassende, evidenzbasierte Reform des Vorbereitungsdienstes hin zu einer inklusiven, praxisnahen, kompetenzorientierten und entlastenden zweiten Ausbildungsphase für Lehrkräfte.

Stärkster Wert — Stärken

Kohärente Verzahnung aller Ausbildungsphasen; Starke Fokussierung auf Inklusion als Querschnittsaufgabe

Schwächster Wert — Schwächen

Keine explizite Verankerung der GWÖ-Matrix selbst; Keine quantifizierten Zielvorgaben (z. B. Anteil inklusiver Prüfungen)

Redline-Vorschläge

Vorschlag 1 von 3
die schriftliche Arbeit grundsätzlich abschaffen und stattdessen verbindlich kompetenzorientierte, inklusionsgerechte Prüfungsformate einführen – etwa Video-Reflexionen, kooperative Unterrichtsplanung mit Schüler*innenfeedback oder dokumentierte Diagnostik-Projekte

Stärkt D4 (Soziale Gerechtigkeit) und D2 (Solidarität) durch partizipative, nicht-exkludierende Prüfungspraxis und macht die Bewertung transparenter (D5)

Vorschlag 2 von 3
die Ausbildungsstandards zu vereinheitlichen unter Einbeziehung von Vertreter*innen der LIVD, Mentor*innen und Schüler*innenvertreter*innen – mit einem verbindlichen Gemeinwohl-Audit aller Seminare alle drei Jahre

Stärkt D5 (Transparenz & Mitbestimmung) und C3 (Politische Führung) durch echte Beteiligung und institutionelle Verankerung der GWÖ-Matrix in der Qualitätssicherung

Vorschlag 3 von 3
die BEP als verpflichtende, gemeinwohl-zertifizierte Phase zu etablieren, in der alle neu eingestellten Lehrkräfte innerhalb von 6 Monaten ein eigenes Gemeinwohl-Profil für ihre Schule erstellen – unter Anleitung durch GWÖ-zertifizierte Coach*innen

Verankert GWÖ strukturell in der Berufsphase (E4/E5), stärkt D4 (Soziale Gerechtigkeit) und D3 (Ökologische Nachhaltigkeit) durch konkrete Umsetzung und bindet die Schule als Akteur des Gemeinwohls ein

Bewertung
Uneingeschränkt unterstützen Der Antrag verankert zentrale GWÖ-Werte: Soziale Gerechtigkeit durch inklusive, diskriminierungskritische und mehrsprachige Bildung (D4), Solidarität durch multiprofessionelle Kooperation und kollegiales Lernen (D2), Ökologische Nachhaltigkeit via Bildung für nachhaltige Entwicklung (D3), Transparenz & Mitbestimmung durch partizipative Seminardidaktik und Beschwerdemanagement (D5), sowie Menschenwürde durch entlastende, professionell begleitete Ausbildung statt Leistungsdruck (D1). Kein Feld widerspricht GWÖ – alle Bewertungen sind positiv oder neutral.

Matrix 2.0 · 25 Felder

Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
++
+
D · Bürger:innen
++
++
+
++
++
E · Gesellschaft & Natur

Programm-Treue pro Fraktion

SPD A
WP 9/10 PP 8/10
GRÜNE A
WP 9/10 PP 9/10
CDU
WP 5/10 PP 5/10
AfD
WP 1/10 PP 0/10

Belege — SPD

„Alle Kinder und Jugendlichen haben gleiche Rechte. Deshalb ist unsere Schule die inklusive Schule."
✓ verifiziert SPD Niedersachsen Regierungsprogramm 2022, S. 37 · PDF öffnen
„Der Quereinstieg ist für uns keine Notlösung, sondern Teil von Multiprofessionalität an der Schule."
✓ verifiziert SPD Niedersachsen Regierungsprogramm 2022, S. 42 · PDF öffnen

Belege — GRÜNE

„Um eine gemeinschaftliche Verantwortung für Inklusion in der Schule zu stärken, ist es wichtig, eine professionelle Haltung zu entwickeln und auszubauen: Inklusion ist eine Querschnittsaufgabe, die von allen getragen werden muss."
✓ verifiziert Grüne Niedersachsen Wahlprogramm 2022, S. 126 · PDF öffnen
„Bildung für nachhaltige Entwicklung und globales Lernen in Kitas sowie in allen Schulformen in den Lehrplänen fest zu verankern"
✓ verifiziert Grüne Niedersachsen Wahlprogramm 2022, S. 123 · PDF öffnen
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