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NRW · Drs. 18/18100 · Antrag · eingebracht 10.03.2026

Kinder- und Jugendschutz im digitalen Raum – Soziale Medien sicher und altersgerecht gestalten

Zusammenfassung

Der Antrag fordert eine dreistufige, altersgestufte Regulierung sozialer Medien mit verbindlicher Altersverifikation, einem suchtfreien Sicherheitsmodus für 14–16-Jährige und einer Stärkung der Medienkompetenzförderung — unter aktiver Einbindung junger Menschen.

Stärkster Wert — Stärken

Klare Verankerung der Plattformverantwortung; Partizipative Einbindung junger Menschen

Schwächster Wert — Schwächen

Keine Berücksichtigung ökologischer Aspekte digitaler Infrastruktur (z.B. Energieverbrauch von Algorithmen); Keine Verknüpfung mit sozialer Gerechtigkeit im Sinne von Zugang zu Geräten und Breitband

Redline-Vorschläge

Vorschlag 1 von 3
Die bisherigen Altersbeschränkungen für soziale Medien sollen auf 14 Jahre angehoben werden — unter gleichzeitiger Verpflichtung zur Bereitstellung kostenloser, datenschutzkonformer, offline-fähiger Medienkompetenz-Apps für alle Kinder ab 8 Jahren .

Stärkt GWÖ-Wert 'Soziale Gerechtigkeit' (D4) durch universellen Zugang zu Bildung und verringert digitale Spaltung; bezieht Berührungsgruppe A (Lieferant:innen) ein, indem App-Bereitstellung verbindlich geregelt wird.

Vorschlag 2 von 3
Ein altersgerechter Sicherheitsmodus muss eingeführt werden. Dieser Sicherheitsmodus darf ausschließlich auf Basis eines öffentlich zugänglichen, unabhängigen Algorithmus-Checks zertifiziert werden, der regelmäßig von der Landesmedienanstalt NRW veröffentlicht wird.

Stärkt GWÖ-Wert 'Transparenz & Mitbestimmung' (D5) durch Offenlegung und Überprüfbarkeit; bindet Berührungsgruppe A (Lieferant:innen) verbindlich ein und verhindert Greenwashing.

Vorschlag 3 von 3
Medienkompetenzangebote für Erziehungsberechtigte werden als gesetzlicher Anspruch verankert und mit einer landesweiten Qualitätszertifizierung versehen , um strukturelle Ungleichheiten in der Elternbildung abzubauen.

Stärkt GWÖ-Wert 'Soziale Gerechtigkeit' (D4) durch Rechtsanspruch und Qualitätsstandard; adressiert Berührungsgruppe D (Bürger:innen) systematisch und vermeidet freiwillige, fragmentierte Angebote.

Bewertung
Uneingeschränkt unterstützen Der Antrag stärkt systematisch Menschenwürde (D1), Solidarität (D2) und Transparenz & Mitbestimmung (D5) durch verbindliche Altersverifikation, datensparende Technik und partizipative Einbindung von Kindern/Jugendlichen. Er fördert soziale Gerechtigkeit (D4) durch Medienkompetenzförderung für alle und schützt vor algorithmischer Ausbeutung. Ökologische Nachhaltigkeit ist nicht thematisiert, aber auch nicht widersprüchlich berührt. Kein Feld weist negative Bewertung auf — alle aktiven Matrix-Einträge liegen zwischen +3 und +5.

Matrix 2.0 · 25 Felder

Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
+
D · Bürger:innen
++
++
++
++
E · Gesellschaft & Natur

Programm-Treue pro Fraktion

CDU A
WP 9/10 PP 9/10
SPD
WP 7/10 PP 8/10
GRÜNE A
WP 9/10 PP 9/10
FDP
WP 5/10 PP 4/10
AfD
WP 2/10 PP 1/10

Belege — CDU

„Wir setzen uns ein für eine europarechtskonforme Verpflichtung der Anbieter von Internetplattformen, die Nutzerinhalte auf inkriminierte Inhalte wie Kindesmissbrauch zu überprüfen und Ermittlungsbehörden zu melden."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 25 · PDF öffnen

Belege — GRÜNE

„Die Kommunen unterstützen wir dabei, Befragungen von Kindern und Jugendlichen durchzuführen, um ihre Belange vor Ort besser wahrzunehmen. Auch von der Landespolitik sind junge Menschen direkt betroffen. Daher soll der Jugend-Check für Gesetzesvorhaben durch ein regelmäßiges Jugend-Monitoring zu den Auswirkungen politischer Entscheidungen auf junge Menschen ergänzt werden."
✓ verifiziert Grüne NRW Wahlprogramm 2022, S. 58 · PDF öffnen
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