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NRW · Drs. 18/17452 · Antrag · eingebracht 23.01.2026

Deutschförderung vor Regelunterricht – fremdsprachige Schüler brauchen differenzierte Betreuung

Zusammenfassung

Die AfD fordert verpflichtende Sprachstandserhebungen und Sprachkurse vor Regelunterricht für zugewanderte Schüler sowie die Ausweitung von separaten 'Willkommensklassen', um angeblichen Bildungsrückgang durch Migration entgegenzuwirken.

Stärkster Wert — Stärken

Konkrete Benennung von Herausforderungen bei Deutschförderung; Bezug auf bestehende Regelungen (Runderlass, ABC-Klassen)

Schwächster Wert — Schwächen

Pauschale Stigmatisierung zugewanderter Kinder; Verstoß gegen UN-BRK und inklusive Bildung

Redline-Vorschläge

Vorschlag 1 von 3
die geplante ABC-Klassen-Initiative der Landesregierung erkennt Defizite an, muss aber durch landesweite Finanzierung, Personalstellen und klare Zuständigkeiten gestärkt werden ; die Träger (meist Kommunen) werden durch die Verlagerung der Verantwortung deutlich stärker belastet

Stärkt Solidarität (B2) und soziale Gerechtigkeit (D4) durch faire Lastenteilung zwischen Land und Kommunen

Vorschlag 2 von 3
Kinder mit unterschiedlichen Sprachkompetenzen profitieren von inklusiven, multiprofessionellen Lerngruppen , die sprachliche Diversität als Ressource nutzen und individuelle Förderung durch Kooperation ermöglichen; ausschließlich fremdsprachige Kinder können in homogenen Gruppen besser betreut und gefördert werden

Stärkt Menschenwürde (D1), Solidarität (D2) und Transparenz & Mitbestimmung (D5) durch inklusive Pädagogik statt Segregation

Vorschlag 3 von 3
Eltern und Erziehungsberechtigte durch niedrigschwellige Angebote, kostenlose Sprachkurse und familienorientierte Beratung aktiv einzubeziehen , um Spracherwerb als gemeinsame Aufgabe zu gestalten; Eltern und Erziehungsberechtigte im Sinne ihrer elterlichen Sorgfaltspflicht nachhaltig und konsequent in die Verantwortung zu nehmen

Stärkt Solidarität (B2), soziale Gerechtigkeit (D4) und Transparenz & Mitbestimmung (D5) durch Empowerment statt Sanktion

Bewertung
Ablehnen Der Antrag widerspricht fundamental den GWÖ-Werten Menschenwürde, Solidarität und Transparenz & Mitbestimmung. Er pathologisiert zugewanderte Kinder als Ursache für Bildungsdefizite, verweigert inklusive Teilhabe (D1), instrumentalisiert Sprachförderung zur Ausgrenzung (D4), lehnt partizipative Integrationskonzepte ab (E5) und propagiert segregierende Strukturen wie 'Willkommensklassen' ohne Rechenschaft gegenüber Betroffenen. Die Forderung nach verpflichtenden Sprachkursen vor Regelunterricht unterbindet das Recht auf gleichberechtigten Zugang zur Bildung und verstößt gegen das Prinzip der sozialen Gerechtigkeit.

Matrix 2.0 · 25 Felder

Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
--
D · Bürger:innen
--
--
E · Gesellschaft & Natur
-

Programm-Treue pro Fraktion

CDU
WP 4/10 PP 5/10
SPD
WP 0/10 PP 0/10
GRÜNE
WP 0/10 PP 0/10
FDP
WP 3/10 PP 2/10
AfD A
WP 10/10 PP 10/10

Belege — CDU

„Für die Vielfalt der Talente Eine vielfältige Schullandschaft – integrativ und gegliedert, ganztags und halbtags, öffentlich und privat – sichert die Vielfalt der Talente."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 66 · PDF öffnen

Belege — GRÜNE

„Inklusion ist ein Menschenrecht – und Menschenrechte sind nicht verhandelbar."
✓ verifiziert Grüne NRW Wahlprogramm 2022, S. 65 · PDF öffnen

Belege — AfD

„Die real existierende Inklusionspraxis stoppen Die Forderung der Vereinten Nationen, Kindern mit besonderem Förderbedarf Teilhabe am Bildungssystem zu garantieren, wird in Deutschland schon lange erfüllt."
✓ verifiziert AfD NRW Wahlprogramm 2022, S. 12 · PDF öffnen
„Leistungsbereitschaft und Disziplin sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Wissensvermittlung."
✓ verifiziert AfD Grundsatzprogramm 2016, S. 54 · PDF öffnen
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